Frequenzen

Mobilfunkindustrie fordert kostenlose Lizenzen

Regulatorische Stabilität und weltweite Harmonisierung als weitere Ziele
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Auf der traditionellen Pressekonferenz der GSM Association [Link entfernt] , der Hüterin des weltweit mit Abstand führenden Mobilfunkstandards, wurden zahlreiche Forderungen der Unternehmen an die Politik formuliert. Insbesondere sollen Frequenzbereiche, die durch die Digitalisierung des Fernsehens frei werden, für Mobilfunkdienste bereitgestellt werden. Dabei sollen möglichst weltweit harmonisiert dieselben Frequenzen vergeben werden. Auf nationaler Ebene soll die Regulierung hingegen möglichst zurückhaltend erfolgen, um den Unternehmen Planungssicherheit zu geben. Ein erneutes Wettbieten um Frequenzen wie bei UMTS geschehen, wurde rundweg abgelehnt.

Rob Conway, GSMA

Rob Conway, CEO und Mitglied des Vorstands der GSMA, sprach davon, dass wir uns in einer globalen Rezession befinden. Selbst China sei inzwischen betroffen. Auch die für 2009 erwarteten Handy-Verkaufszahlen hätten jüngst nach unten korrigiert werden müssen. Rob Connway, GSMA
Bild: teltarif.de
Weltweit könnten 50 Millionen Jobs verloren gehen. Jedoch seien Infrastruktur-Investitionen nach Ansicht vieler Wirtschaftsexperten ein guter Weg aus der Krise.

Conway sieht die Mobilfunkindustrie dennoch gut positioniert. Diese sei eine der wenigen Branchen, die derzeit nicht um Staatshilfe buhle.

Wichtige Ziele sind laut Conway die Verringerung des CO2-Ausstoßes und die Allokation neuer Spektralbereiche. Ohne diese würde der Industrie schon bald die verfügbare Kapazität ausgehen. Dabei seien die ehemaligen TV-Frequenzen besonders gut geeignet. Von den typischerweise freiwerdenden 400 MHz würden nur 100 MHz gefordert. Schließlich benötigten die Anbieter regulatorische Stabilität, um langfristig investieren zu können.

Jeffrey Sachs, Earth Institute

Jeffrey Sachs, Direktor des Earth Institute, hob die wichtige Rolle hervor, die die Telekommunikation bei der Entwicklung von Ländern hat. Er erwähnte aber auch die schweren Folgen der aktuellen Wirtschaftskrise. Der vorhersehbare Aufschwung werde wesentlich langsamer verlaufen als der aktuelle Absturz.

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