Testbericht

Das neue Xda Guide von o2 im Test

Handliches Smartphone überzeugt durch intuitive Bedienbarkeit
Von Sascha Recktenwald
AAA
Teilen

Ende Februar bringt o2 das Xda Guide auf den Markt und löst somit das Vorgängermodell Xda orbit 2 ab. Knapp zwei Monate nachdem das neue Navigationshandy der Xda-Reihe von o2 angekündigt wurde, stellte uns der Mobilfunkanbieter noch vor Verkaufsstart ein Testgerät zur Verfügung. Erste Eindrücke, die wir mit dem o2-Smartphone Xda Guide bisher sammeln konnten, möchten wir Ihnen nicht vorenthalten.

Footprint-Funktion als Spielerei für Geotracking-Fans

o2 XDA Guide

Auf den ersten Blick scheint das Xda Guide optisch nur ein leichtes Facelift gegenüber seinem Vorgängermodell erhalten zu haben. Weiterhin nimmt das 2,8-Zoll-Display gut dreiviertel der Oberfläche ein, darunter befindet sich ein Multinavigationskey, funktional als Dreh-Drück-Taste umgesetzt. Zwei Schnellzugriffstasten sind seitlich des Multinavigationskey angeordnet. Wird der linke Schnellzugriff gewählt, startet der Tom Tom Navigator 7. Praktisch: o2 liefert das Kartenmaterial für Deutschland, Schweiz und Österreich gleich mit.

Seitlich am Gehäuse sitzt zudem die Taste für die Lautstärkeregelung. Die Bedienung ist recht schwerfällig auf Grund des hohen Tastenwiderstands. Ein einzelner Tastendruck zur Aktivierung des Lautstärkemenüs genügt allerdings und man kann zur weiteren Bedienung auf den Multinavigationskey ausweichen. o2 Xda Guide Die zweite Schnellzugriffstaste aktiviert die integrierte Footprint-Funktion. Eine Spielerei mit der o2 besonders die Geotracking-Fans anspricht. Damit lassen sich Fotos des aktuellen Standorts zusammen mit GPS-Koordinaten an Freunde verschicken.

Das Xda Guide ist etwas kleiner und gefühlt viel schmaler als sein Vorgänger. Mit seinen griffigen 102 Millimeter Länge, 63,5 Millimeter Breite und rund 14,5 Millimeter Tiefe sowie gerade einmal 103 Gramm Gewicht, liegt unser Testgerät wirklich angenehm in der Hand.

Wird das Xda Guide angeschaltet, dauert es inklusive PIN-Eingabe knapp eine halbe Minute bis das Smartphone betriebsbereit ist. Dann arbeitet es allerdings ohne Verzögerungen. Eingaben auf dem Touchscreen werden entweder mit dem Finger oder per Stylus, der bei Nichtgebrauch in der rechten oberen Ecke im Gehäuse versenkt werden kann, vorgenommen. Die sogenannte TouchFLO-Oberfläche reagiert - verzichtet man auf den Stylus - am besten auf das Antippen mit dem Fingernagel. Es muss kaum Druck auf das Touchscreen ausgeübt werden, die Sensoren des Bildschirms reagieren zuverlässig auf Berührungen. Um die einzelnen Menüpunkte aufzurufen, wird der Finger waagerecht über das Display gezogen. Werden die Untermenüpunkte angewählt, empfiehlt es sich, auf den Stylus zurückzugreifen um beim Tippen nicht andauernd aus Versehen zwei Tasten auf einmal zu drücken.

Windows Mobile 6.1. Professional als Betriebssystem

Auch der Zugriff auf das Start-Menü des bereits installierten Windows Mobile 6.1. Professional wird durch den Stylus erleichtert. Überhaupt empfiehlt sich der Griff zum kleinen Führstab um durch die einzelnen Menüpunkte zu eilen. Ein Muss ist der Stylus allerdings nicht. Wer mit seinem Fingernagel genau zielt, kann sogar das jederzeit per Klick aufrufbare QWERTZ-Keyboard ohne hohe Tippfehlerquote bedienen. Wirklich unverkrampft ist uns das jedoch nicht gelungen. Lockerer hingegen gestaltete sich das Surfen über den installierten Opera Mobile 9.5 Browser. Zwar gestaltete sich bei ersten Tests der Seitenaufbau verhältnismäßig langsam, doch lag das eher am schwachen Netzempfang vor Ort. Das HSDPA-fähige Xda Guide scheint da mehr zu können, was wir in den kommenden Tagen genauer ausprobieren werden. Bei der optischen Umsetzung der Webseiten gibt es zumindest keinen Grund zu klagen. Die Seiten erscheinen klar und scharf auf dem Farb-TFT-LCD-Display mit QVGA Touchscreen und einer eigentlich verhältnismäßig schwachen Auflösung von 320 x 240 Pixeln. Dennoch lassen sich E-Mails und RSS-Feeds gut lesen. Der senkrechte Wisch mit dem Stylus über das Touchscreen scrollt wahlweise nach oben oder nach unten. Ist die Darstellung dennoch zu klein geraten, zoomt der "Doppelklick" auf dem Display näher heran.

Ein Probetelefonat überzeugte mit guter Sprachqualität. Der Gesprächspartner war deutlich zu verstehen. Wie das allerdings bei nennenswerten Hintergrundgeräuschen ist, wird sich noch zeigen. Einen ausführlichen Testbericht reichen wir in den kommenden Tagen nach. Überhaupt macht das Xda Guide einen guten ersten Eindruck. Deutlich weniger Gewicht und Windows Mobile 6.1. Professional als Betriebssystem sowie ein 528 MHz getakteter MSM 7225-Prozessor von Qualcomm - das sind die Neuerungen des Xda Guide gegenüber dem Vorgängermodell Xda Orbit 2. Ob diese Vorteile allerdings wirklich überzeugen, muss sich noch zeigen. Intuitiv bedienbar ist es zumindest. Selbst bei Verzicht auf die Anleitung hat man sich innerhalb kürzester Zeit mit der Bedienung vertraut gemacht. Das Xda Guide kostet in Verbindung mit dem Tarif Genion L 49,99 Euro. Ohne Vertragsbindung liegt der Preis bei 399,99 Euro.

Teilen

Weitere Artikel aus dem Themenmonat "Handy & Co."