grüne CeBIT

Trends auf der CeBIT: Stromsparende PCs und Touchscreens

Cloud Computing ist wird ein weiteres Schwerpunktthema der Messe sein
Von ddp / Anja Zimmermann
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Vernetzung von Computern, energieeffizientere PCs und Touchscreens: Das sind die Schwerpunkte der Computermesse CeBIT vom 3. bis 8. März in Hannover. Wie bereits im Vorjahr ist die Schau einen Tag verkürzt und schließt am Sonntag ihre Pforten. Volker Zota vom Computermagazin c't erwartet vor allem eine große Zahl von Touchscreens nach dem Vorbild etwa des iPhones und anderer Handys. "Die Tastaturen vieler Computer, speziell Netbooks, sind inzwischen so klein, dass sich durch die Steuerung mit Touchscreen die Bedienung erheblich verbessern lässt", sagt Zota.

Asus mit Eee Keyboard

Den umgekehrten Weg geht Asus mit dem Eee Keyboard. Dabei ist in eine flache Computer-Tastatur ein kompletter PC mit Monitor eingebaut. Nach Angaben des Unternehmens soll sich das Gerät kabellos an den Fernseher anschließen lassen und so den PC ins Wohnzimmer bringen. Gut geeignet für die heimische Stube sind auch die energiesparenden Mini-PCs, die auf der Messe vorgestellt werden. Damit wird wie schon im Vorjahr das Thema Green IT groß geschrieben. "Es wird sicher mehr günstige Computer mit stromsparenden Prozessoren geben, wie sie aus Netbooks und neuerdings auch Handys bekannt sind", prognostiziert Volker Zota. Diese würden dann auch ausreichen, um den Büro-PC der Zukunft zu betreiben.

Trotzdem geht es auf der CeBIT auch wieder darum, neue Rechenriesen zu zeigen. So kündigt Intel mit dem Core-Prozessor i7 die schnellste hauseigene CPU "aller Zeiten" an. Ebenfalls um Rechenleistung geht es bei einem der Schwerpunktthemen der Messe, dem sogenannten Cloud Computing. Dabei werden mehrere Rechner vernetzt und Anwendungen sowie Dateien zentral gespeichert. Fujitsu [Link entfernt] stellt in diesem Zusammenhang ein Notebook ohne eigene Festplatte vor, das über UMTS oder WLAN auf einen Server zugreift. "Ich kann mir schon vorstellen, dass sich das über kurz oder lang durchsetzen wird, hierzulande sind die Nutzer aber noch nicht so weit, sich darauf einzulassen", kommentiert Zota.

Internet-Auto-Radio

Eine der wenigen großen Weltneuheiten der CeBIT ist ein Autoradio von Blaupunkt, das sein Programm über Internet empfängt und so weltweit über 10 000 Stationen wiedergeben kann. Nicht viel Neues dagegen wird es zum Thema Handy geben, obwohl mobiles Internet noch immer einer der Schwerpunkte der Messe ist. "Die Hersteller zeigen ihre Neuheiten zunehmend auf eigenen Sonderschauen oder Kongressen wie dem World Mobile Congress", konstatiert Zota. Die Produktzyklen seien einfach zu kurz, so dass die Unternehmen nicht mehr auf die nächste Messe warten, um diese zu präsentieren. Das sei ein Problem vieler vergleichbarer Veranstaltungen wie der CeBIT.

Zota ist überzeugt, dass sich das langfristig auf die Struktur der Messe auswirken wird: "Ich habe das Gefühl, dass der Besucherbereich zurückgefahren und es hauptsächlich noch eine Plattform geben wird, bei der die Aussteller ihre Geschäfte machen." Beispielhaft hierfür nennt er Panasonic: Die Japaner zeigen in Hannover keine Unterhaltungselektronik, sondern Kassensysteme.

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