Jubiläum

Vor fünf Jahren startete die UMTS-Vermarktung in Deutschland

Vodafone nahm am 16. Februar 2004 als erster Netzbetreiber die Vermarktung auf
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Die mobile Internet-Nutzung erfreut sich wachsender Beliebtheit. Immer günstigere Tarife und preiswerte Modems sorgen dafür, dass der GPRS- und UMTS-basierte Online-Zugang neben Geschäftsleuten längst auch von Privatkunden genutzt wird. Grundlage für schnelle mobile Internet-Verbindungen sind die UMTS-Netze, die zumindest in den Ballungsgebieten heute flächendeckend verfügbar sind, während die Nutzer in ländlichen Gegenden oft noch mit GPRS und EDGE im GSM-Netz vorlieb nehmen müssen. Die erste UMTS-Laptop-Modemkarte

Doch so selbstverständlich die UMTS-Nutzung heute auch ist, erst vor fünf Jahren startete die Vermaktung der 3G-Mobilfunknetze in Deutschland. Zuvor hatten ausgewählte Geschäftskunden bereits ab Ende 2003 die Möglichkeit, UMTS-Internet von Vodafone im Rahmen eines Betriebsversuchs zu testen. T-Mobile schaltete Mitte Januar 2004 als erster deutscher Netzbetreiber die SIM-Karten aller Kunden für das UMTS-Netz frei. Allerdings gab es weder Handys, noch Laptop-Modemkarten.

Nokia startete noch im Januar den Verkauf von UMTS-Handys. Das Nokia 7600 im extravaganten quadratischen Format fand aber kaum Käufer und war zunächst bei keinem Netzbetreiber zu bekommen. Eine echte Vermarktung startete somit erst am 16. Februar, als Vodafone mit dem Verkauf der Mobile Connect Card UMTS mit entsprechendem Datenvertrag begann.

UMTS-Laptop-Modemkarten kosteten vor fünf Jahren 999 Euro

Ohne Kartenvertrag verlangte der Netzbetreiber stolze 999 Euro für das Modem, das seinerzeit maximal 384 kBit/s im Downstream ermöglicht hatte. Und auch die 359 Euro, die Vodafone mit Vertrag für die Datenkarte forderte, dürfte Gelegenheitsnutzer vom Kauf abgeschreckt haben. Heute sind aktuelle mobile Daten-Modems mit Vertrag ab 1 Euro und ohne Bindung an einen Provider schon für weniger als 100 Euro zu bekommen.

Erste UMTS-Handys gab es bei den deutschen Mobilfunk-Netzbetreibern ab Anfang Mai 2004. Vodafone ging mit dem Samsung Z105 an den Start, T-Mobile, das zeitgleich die Vermarktung vin UMTS-Handys aufnahm, bot seinen Kunden das Nokia 7600 an. Ab 1. Juli gab es schließlich auch bei o2 UMTS-Handys, E-Plus folgte als letzter Netzbetreiber am 16. August. Quam und mobilcom, die ebenfalls UMTS-Lizenzen ersteigert hatten, gingen erst gar nicht an den Start.

Erste Flatrate kam 2005 von E-Plus

Tariflich war E-Plus seinen Mitbewerbern schnell voraus. Schon im Sommer 2005 bot der Düsseldorfer Netzbetreiber zu Preisen ab 40 Euro eine Daten-Flatrate an. Allerdings hielten sich die Investitionen des Unternehmens in die Netztechnik bislang in Grenzen. So verfügt E-Plus über das bislang kleinste deutsche UMTS-Netz. Die Daten-Turbos HSDPA und HSUPA gibt es bei E-Plus - abgesehen von einem HSDPA-Testbetrieb unter anderem in Leipzig - bisher nicht.

Wodurch die UMTS-Netze mittlerweile noch schneller geworden sind und welche neuen Dienste von den Kunden weniger gut angenommen wurden, erfahren Sie auf Seite 2.

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