Smartphones

Blackberry und andere Smartphones im Tarifvergleich

Handhelds von RIM werden immer attraktiver für private Anwender
Von Björn Brodersen
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Unter den sogenannten Smartphones ziehen das Apple iPhone und das T-Mobile G1 zurzeit die größte Aufmerksamkeit auf sich. Sie eignen sich weniger für den Business-Anwender, sondern richten sich an die breite Masse der Privatkunden der Mobilfunkbetreiber. Fast unbemerkt sind allerdings auch die Smartphones eines anderen, bislang aus dem Business-Bereich bekannten Herstellers in den Bereich der Multimedia-Handys für den privaten Gebrauch vorgestoßen: die Blackberry-Modelle von Research in Motion (RIM). Mit dem neuen Blackberry Curve 8900 hat RIM ein neues Smartphone herausgebracht, das sowohl hinsichtlich seines Designs, als auch in der Bedienung und Funktionsvielfalt überzeugt. Unser kürzlich absolvierter Test des Blackberry Curve 8900 hat gezeigt: Die Blackberry-Smartphones sind inzwischen eine echte Alternative für den privaten Anwender und - das zeigt ein Preisvergleich inklusive der Tarif-Grundgebühren über die Laufzeit von zwei Jahren - teilweise sogar günstiger als andere Smartphones. Wir haben nachgerechnet.

Der Unterschied eines Smartphones zu einem herkömmlichen Handy

Blackberry Curve 8900 Gegenüber herkömmlichen Handys zeichnen sich Smartphones durch die deutlich größere Funktionsvielfalt aus. Neben der Möglichkeit, mit dem Handy zu telefonieren, SMS- und MMS-Mitteilungen zu versenden sowie Kamera und Musikplayer nutzen, kann man mit vielen Smartphones auch E-Mails empfangen und versenden, Kontakte und Termine verwalten, Word- und Excel-Dokumente lesen und bearbeiten sowie herkömmliche Internetseiten aufrufen. Für die Internetverbindung unterwegs stehen auf einem Smartphone in der Regel schnelle Zugangswege wie etwa EDGE, UMTS, HSDPA und WLAN zur Verfügung. Für die Datensynchronisation und die Kommunikation mit anderen Geräten stehen USB- und Bluetooth-Schnittstellen bereit, der interne Speicherplatz des Smartphones für die Ablage von Bildern, Musiktiteln, Nachrichten und Dokumenten kann über wechselbare Flash-Speicherkarten erweitert werden.

Auch äußerlich unterscheiden sich Smartphones von normalen Handys: Sie sind größer und schwerer als viele einfache Mobiltelefone und sind oftmals mit einer herkömmlichen Tastatur im QWERTZ-Format ausgerüstet, die gerade beim Verfassen von Mitteilungen, E-Mails und Texten eine große Erleichterung ist. Im Trend bei aktuellen Smartphone-Modellen liegen auch großflächige und kontrastreiche Touchscreens mit hoher Auflösung, die sich gut für die Darstellung von Office-Dokumenten, Webseiten und Videostreams eignen. Der Multitouch-fähige Bildschirm des Apple iPhone mit einer Auflösung von 320 mal 480 Pixel und 16,7 Millionen Farben setzt hier immer noch Maßstäbe. Immer häufiger bauen die Hersteller auch GPS-Module in ihre Smartphones ein, mit denen die Käufer der Handhelds unterwegs Navigationsdienste nutzen können.

Das Design der Nokia-Communicator-Modelle wirkt überholt

Vor einigen Jahren noch fielen Mobilfunkkunden beim Wort "Smartphone" vor allem die Communicator-Modelle von Nokia wie etwa das Nokia E90 oder die vom taiwanesischen Hersteller HTC gebauten Handhelds, die je nach Netzbetreiber unter den Bezeichnungen MDA (T-Mobile), VDA bzw. VPA (Vodafone) oder Xda (o2) auf den Markt kamen. Neuere Smartphones wie das Apple iPhone 3G, das T-Mobile G1, das Nokia N96, das Samsung Omnia oder das Sony Ericsson X1 präsentieren sich nicht nur äußerlich in einem modischeren Gewand, sondern bieten inzwischen auch bei den für private Anwender wichtigen Multimedia- und Internet-Anwendungen leistungsfähigere Features.

Mehr Multimedia in neuen Blackberry-Modellen

Die Blackberry-Smartphones werden dagegen meist noch mit dem gleichnamigen E-Mail-Push-Dienst und Anzugträgern in Führungspositionen in Verbindung gebracht. Dabei hat auch RIM zuletzt bei den Multimedia-Funktionen seiner E-Mail-Push-Handhelds nachgebessert: 3,2-Megapixel-Kamera mit Autofokus, Medienplayer mit Video-Unterstützung, Bluetooth-Stereo-Profil A2DP, EDGE, WLAN, eingebauter GPS-Empfänger, ein scharfes und kontrastreiches Display mit einer Auflösung von 480 mal 360 Pixel sowie ein leistungsfähiger 512-MHz-Prozessor lauten zum Beispiel die entsprechenden Ausstattungsmerkmale des Blackberry Curve 8900, der jetzt bei T-Mobile und o2 erhältlich ist sowie in Kürze auch bei Vodafone verfügbar sein wird. Mit UMTS- und HSDPA-Unterstützung kann dagegen der Blackberry Bold punkten.

Einen berührungsempfindlichen Bildschirm, der in unserem Test einen ähnlich guten Eindruck wie der des Apple iPhone hinterließ, besitzt der Blackberry Storm 9500. Nur auf WLAN müssen die Nutzer dieses Smartphones verzichten und sind damit für Datenübertragungen unterwegs auf das Mobilfunknetz angewiesen. Andere Features wie etwa die automatische E-Mail-Übertragung oder der prägnante Trackball zum schnelleren Navigieren durchs Handy-Menü setzten Trends und finden sich inzwischen auch bei anderen Geräten wie etwa dem T-Mobile G1 wieder. Ein Nachteil der vielen neuen Zusatzfunktionen: Die Akku-Laufzeit der Blackberry-Handhelds leidet darunter.

Wie viel die Blackberry-Smartphones mit Vertrag bei den Netzbetreibern kosten, lesen Sie auf der zweiten Seite unseres Smartphone-Preisvergleichs.

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