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Neue Firmware 2.2.1 für das Apple iPhone verfügbar

Jailbreak und SIM-Unlock gehen beim iPhone 3G verloren
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Apple hat gestern Abend eine neue Firmware für das iPhone und das iPhone 3G bereitgestellt. Diese kann wie gewohnt über die iTunes-Software am PC oder Mac geladen und von dort auf dem iPhone installiert werden. Wie die Versionsnummer vermuten lässt, handelt es sich um ein kleineres Update, das vor allem bisherige Programmfehler beheben soll.

Schon mit Einführung der Firmware 2.2 hatte Apple die Stabilität des Safari-Browsers deutlich verbessert. Dies wurde nun nochmals optimiert. Außerdem sollen sich Fotos nun wieder ohne Probleme aus Safari oder aus einer E-Mail in die Gallerie übernehmen lassen. Hier kam es bei der Firmware 2.2 oft zu dem Fehler, dass die Bilder mit falscher Auflösung und in sehr schlechter Qualität übernommen wurden.

In einigen ausländischen Netzen kam es offenbar auch zu Problemen beim SMS-Versand mit dem iPhone. Auch dieser Software-Fehler wurde mit dem neuen Betriebssystem behoben. In den deutschen Mobilfunknetzen kam es nach den Erfahrungen der teltarif.de-Redaktion allerdings zu keinen Problemen im Zusammenhang mit dem Versand oder Empfang von SMS-Mitteilungen.

SIM-Unlock geht beim iPhone 3G verloren

Neue Features sucht man bei der Firmware 2.2.1 vergebens. Aktualisiert wurde allerdings auch die Modem-Software für das iPhone 3G. Dadurch funktioniert ein eventuell vorgenommener SIM-Unlock nach der Aktualisierung auf das neue Betriebssystem nicht mehr. Das iPhone Dev-Team, eine Hacker-Gruppe, die sich mit Jailbreak und Unlock für das iPhone und den iPod touch beschäftigt, hatte am 1. Januar einen Software-Unlock für das iPhone 3G veröffentlicht, der ausschließlich mit der Firmware 2.2 funktioniert.

Besitzer eines iPhone der ersten Generation sind nicht betroffen. Für die erste Geräte-Generation bringt das neue Betriebssystem kein Baseband-Update mit sich. Somit bleibt der SIM-Unlock auch nach dem Wechsel auf die aktuelle Firmware erhalten.

Jailbreak geht nach dem Update verloren

Sowohl beim iPhone der ersten Generation, als auch beim iPhone 3G geht allerdings der Jailbreak nach der Firmware-Aktualisierung verloren. Die Software-Plattformen Cydia und Installer sowie alle nicht offiziell über den AppStore von Apple installierten Anwendungen gehen verloren. Teilweise bleiben jedoch per Jailbreak vorgenommene Einstellungen wie das Ausblenden einiger virtueller Programm-Buttons im Menü auch nach dem Update erhalten.

Wer sein iPhone gejailbreakt hat, sollte daher bis auf weiteres bei der Firmware 2.2 bleiben. Laut Dev-Team soll ein neuerlicher Jailbreak bereits in Kürze verfügbar sein. Länger könnte es dauern, bis auch ein SIM-Unlock für das iPhone 3G in Verbindung mit der neuen Firmware funktioniert. Immerhin benötigten die Hacker für den ersten Software-Unlock des iPhone 3G rund ein halbes Jahr.

Auch iPhone-3G-Besitzer, die eine nicht offizielle SIM-Karte über eine Adapter-SIM betreiben, sollten derzeit bei der Firmware bleiben, die sich aktuell auf ihrem Gerät befindet. Nach dem Baseband-Update funktionieren die Adapter-Karten in der Regel nicht mehr.

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