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Google-Handy T-Mobile G1 im Ausland ohne Kostenfalle

Offenbar Firmware-Fehler bei amerikanischen Android-Handys der ersten Generation
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Die deutsche Version des Google-Android-Handys T-Mobile G1 soll im Ausland keine Kostenfalle darstellen. Das erklärte die T-Mobile-Pressestelle auf Anfrage von teltarif.de. Das Smartphone nimmt zwar standardmäßig regelmäßig Kontakt mit dem Internet auf. Allerdings werde das Daten-Roaming im Auslieferungszustand deaktiviert. Kunden, die im Ausland Datendienste nutzen möchten, müssen diese explizit über das Handy-Menü aktivieren und gegebenenfalls später wieder abschalten. Ansonsten kommt laut Pressestelle keine Online-Verbindung zustande.

Aus den USA gab es Berichte, denen zufolge Kunden Daten-Roaming-Kosten entstanden sind, obwohl diese die Online-Dienste für das Ausland an ihrem Handy abgeschaltet hatten. Dieser Umstand war auch der amerikanischen T-Mobile-Tochtergesellschaft bekannt, die ihren Kunden lediglich empfohlen hatte, das Gerät im Ausland nicht zu nutzen. Offenbar handelte es sich bei dem Phänomen jedoch um Fehler in den ersten Firmware-Versionen des T-Mobile G1. Die deutsche Pressestelle der Telekom-Mobilfunk-Tochtergesellschaft erklärte gegenüber teltarif.de, dieser Effekt trete bei den hierzulande verkauften Geräten nicht auf.

Daten-Roaming-Abschaltung auch bei anderen Smartphones möglich

Die Möglichkeit, die Datennutzung auf das Heimatnetz zu beschränken, gibt es auch bei anderen Smartphones. So lässt sich das Roaming für Online-Dienste auch bei einem Apple iPhone, Blackberry oder Sidekick abschalten. Die Nokia-Handys der Serie60 verfügen in der E-Mail-Software ebenfalls über entsprechende Konfigurationsmöglichkeiten.

Auch im Inland an Daten-Volumen denken

Nicht nur im Ausland, sondern auch innerhalb Deutschlands kann das T-Mobile G1 zu einer Kostenfalle werden, wenn man versehentlich das Daten-Roaming einschaltet. Je nachdem, mit welchem Tarif das Android-Handy genutzt wird. T-Mobile verkauft das Handy nicht nur mit den dafür vorgesehenen Verträgen, sondern auch ohne Bindung an das Unternehmen und ohne SIM-Lock, so dass es mit der Karte eines beliebigen Netzbetreibers eingesetzt werden kann.

Das Handy lässt sich problemlos für den Internet-Zugang in beliebigen Netzen konfigurieren. Die dafür erforderlichen Daten lassen sich unserer Infoseite zu diesem Thema entnehmen. Dabei gilt es zu beachten, dass das Smartphone auch dann regelmäßig kurz den Kontakt zum Internet aufbaut, wenn der Nutzer gerade gar keine Online-Verbindung aufbaut oder benötigt. Je nach Tarif fallen hierfür naturgemäß Kosten an.

Amerikanische Kunden, die das G1 schon seit Oktober kaufen können, berichten, dass auf diesem Weg monatlich rund 15 MB Datenverkehr verursacht werden. Mit einer simyo- oder Fonic-Karte, bei der das Megabyte 24 Cent kostet, fallen demnach hierfür beispielsweise rund 3,60 Euro an. Wer dagegen eine Zehnsation-Prepaid-Karte von E-Plus nutzt und für das Megabyte 9,22 Euro zahlt, wäre mit rund 140 Euro im Monat dabei. Für Kunden mit einem Laufzeitvertrag enpfiehlt sich die Buchung eines Datenpakets.

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