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Handy-TV-Nutzer sehen gern Live-Übertragungen

Mobiles Fernsehen ist in den USA auf dem Vormarsch
Von Marie-Anne Winter
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Die Einführung von Handy-TV erinnert hierzulande wegen der Streitereien um den "richtigen" Standard mehr und mehr an das bemühte Hin-und-her in einer schlechten Vorabendserie - die dann auch noch am Ende wegen mieser Quoten vorzeitig abgesetzt wird. In anderen Regionen geht das auch anders: MediaFLO USA, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Qualcomm, plant seinen Dienst FLO TV für über 200 Millionen Verbraucher in mehr als 100 Ballungsräumen in den USA zur Verfügung zu stellen. Die Markteinführung des Services ist nach der Umstellung auf digitales Fernsehen (DTV) am 17. Februar geplant - auch wenn diese möglicherweise noch verschoben wird.

Umfassende Marktforschungs- und Nutzungsdaten von MediaFLO USA sollen bestätigen, dass mobiles Fernsehen zunehmend von den Verbrauchern angenommen und konsumiert werde. So schauten FLO-TV-Kunden durchschnittlich mehr als 20 Minuten am Tag mit ihrem Mobiltelefon fern. Das entspricht laut Untersuchungen von CTIA (Cellular Telephone Industries Association) ungefähr der Zeit, in der US-Mobilfunknutzer auch mit ihrem Handy telefonieren.

FLO-TV-Zuschauer bevorzugen laut dieser Auswertungen Live-Übertragungen, wie etwa zu den US-Wahlen 2008, die von den Verbrauchern auf ihrem Handy verfolgt wurden. Allein das Golf-Turnier U.S. Open soll die durchschnittliche Fernsehdauer auf dem Handy um 103 Prozent erhöht haben.

Derzeit plant MediaFLO USA im Frühjahr den TV-Dienst zusammen mit seinen Mobilfunkpartnern in Boston, Cleveland, Houston, Miami und San Francisco anzubieten.

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