Green IT

"Grüne Hardware": Greenpeace kürt Nokia zum Öko-Sieger

Umweltschutzorganisation ist aber nach wie vor mit den Herstellern unzufrieden
Von Marc Kessler
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Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat anlässlich der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas die Ergebnisse einer selbst durchgeführten Studie zum Thema "grüne Hardware" vorgestellt. Im Rahmen der "Green Electronics Survey 2008" waren 50 Produkte wie Handys und Smartphones, Fernseher, PCs und Monitore sowie Spielekonsolen von 15 großen, weltweit operierenden Herstellern untersucht worden.

Dabei kommt Greenpeace zum Ergebnis, dass von "grünen" Elektrogeräten nach wie vor keine Rede sein könne: Zwar hätten die Hersteller Fortschritte bei der Verbesserung der Umweltfreundlichkeit ihrer Produkte gemacht - wie der Verwendung von recyceltem Plastik -, dennoch finden sich nach wie vor zahlreiche umweltschädliche Stoffe in den Geräten. Einige Unternehmen, darunter Apple, Asus, Microsoft, Nintendo und Palm, verweigerten - wie schon bei der Vorgängerstudie - die Zusendung von Produkten für die Greenpeace-Untersuchung.

Testsieger ist Nokia trotz nicht hervorragendem Ergebnis

Auf einer Skala von 1 bis 10 erreichte Nokia mit gerade einmal 6,9 das beste Resultat. Der finnische Handyhersteller konnte unter anderem mit seinem freiwilligen Rücknahmeprogramm punkten. Den zweiten Platz teilen sich die Unternehmen Sony Ericsson (ebenfalls Rücknahmegarantie und "Umweltgarantie"), Toshiba (Verwendung erneuerbarer Energien bei der Produktion) und Samsung (kaum giftige Stoffe in den Produkten und geringer Energieverbrauch bei der Herstellung). Ganz am Ende stehen die Hersteller von Spielekonsolen.

Im Fazit kommt Greenpeace zu dem Schluss, dass die Industrie zwar auf dem Weg in die richtige Richtung sei, aber die Entwicklung "grüner" Produkte dringend beschleunigen müsse. Einige wenige und dazu auch noch teure Öko-Nischenprodukte seien nicht genug. Zu diesem Thema will Greenpeace mit den Herstellern auf der CES in Las Vegas auch Diskussionsrunden abhalten.

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