neue Clients

Skype jetzt für über 100 Java-Handys und für Android

Zudem Variante für so genannte MIDs
Von Ralf Trautmann
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Skype hat heute zur CES neue Versionen seiner Kommunikations-Software präsentiert: Zum einen gibt es eine "Lite" genannte Variante des Skype-Clients, die jetzt auf Handys mit Android (aktuell ist hier lediglich das T-Mobile G1 in den USA und Großbritannien verfügbar) sowie auf über 100 Java-fähigen Mobiltelefonen der Hersteller Nokia, Samsung, Sony Ericsson, LG und Motorola funktioniert. Die Lite-Version gab es bisher schon als Beta-Variante, aber mit einem sehr eingeschränkten Spektrum an Endgeräten. Auch bei der jetzigen Variante handelt es sich allerdings um eine Beta-Version.

Die Lite-Software bietet dabei die Skype-Grundfunktionen, allerdings mit einer Enttäuschung für Nutzer hierzulande: Skype-interne Anrufe sind zwar technisch möglich, werden aber in Deutschland (noch) nicht unterstützt. Das gilt auch für die Möglichkeit, gegen Entgelt von Skype aus ausländische Festnetz- oder Mobilanschlüsse zu erreichen. In den Genuss dieser Features kommen aktuell nur Nutzern in den USA, Großbritannien, Polen, Brasilien (Rio de Janeiro und São Paolo), Schweden, Dänemark, Finnland, Estland, Australien und Neuseeland. Ob und wann Deutschland hier "freigeschaltet" wird, war zunächst nicht zu erfahren.

Auch in Deutschland möglich ist dagegen offensichtlich der Versand und Empfang von Instant-Messaging-Mitteilungen zu und von Einzelnen oder Gruppen, der Empfang von Anrufen auf der persönlichen Online-Telefonnummer über Skype sowie der Abruf von Informationen, ob die eigenen Kontakte online und "zum chatten verfügbar" sind.

Für die Nutzung von Skype Lite ist keine WLAN-Anbindung erforderlich, die Software nutzt das Mobilfunknetz zur Datenübertragung. Auch wenn die Nutzung der Skype-Basisdienste kostenfrei ist, fallen somit natürlich Entgelte für die Datenübertragung an.

Für Android gibt es die Software im Android Market, dem App-Store für das Google-Betriebssystem. Hier erwartet Skype, das die Lite-Version auch mit neuen, auf dem Google-Betriebssystem basierenden Smartphones funktionieren wird. Die Informationen zum Abruf der Java-Variante finden Sie auf der mobilen Seite http://skype.com/m oder unter http://skype.com/go/mobiledownload inklusive einer Liste der unterstützen Handys.

Skype für "Intel-basierte Mobile Internet Devices"

Zudem präsentierte Skype die erste finale Version seiner Software für Intel-basierte Mobile Internet Devices mit Atom-Prozessor sowie einem Moblin-basierten Linux-Betriebssystem. MIDs sind kleiner als ein Netbook, Skype grenzt diese Kategorie durch "in der Regel" einem 4- bis 7-Zoll-Bildschirm, einer integrierte Kamera, GPS und WLAN sowie zum Teil auch WiMAX oder Breitband-Mobilfunkanbindung ein. Immerhin 86 Millionen der kleinen Rechner sollen laut einer von Skype zitierten Studie bis 2013 verkauft werden, vor allem aktuell dürfte diese Lösung allerdings ein Nischendasein fristen. Ausgeliefert wird die Software ausschließlich an Hersteller.

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