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Microsoft eröffnet die CES 2009 mit der Windows 7 Beta

Neues Betriebssystem ab Freitag erhältlich - sonst wenig Bewegendes
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Wie bereits seit längerem angekündigt wurde die Eröffnungsrede zur Consumer Electronics Show 2009 (CES) in Las Vegas gestern abend erstmals seit 15 Jahren nicht vom Microsoft-Gründer Bill Gates, sondern vom aktuellen Chef des US-Softwarekonzerns, Steve Ballmer, gehalten. Der große Befreiungsschlag mit wirklich bahnbrechenden Neuigkeiten blieb auch hier - ähnlich wie schon zuvor in San Francisco - aus. Wie bereits erwartet, stand seine Rede im Zeichen einer neuen Version des Betriebssystems Windows, die unter dem Namen Windows 7 weltweit auf den Markt kommen soll.

Ab Freitag dem 9. Januar wird eine erste Betaversion von Windows 7 zum Download bereitstehen. Diese Betaversion wird es auch in deutscher Sprache geben, weltweit sind allerdings nur 2,5 Millionen Nutzer für die Beta zugelassen.

Windows 7 soll Schwächen von Vista ausbügeln

Bekanntermaßen kann Microsoft mit der aktuellesten Version von Windows, Windows Vista, weder beim Privatanwender noch beim professionellen Anwender landen. Die Software ist zu behäbig, hat auch zwei Jahre nach Einführung immer noch zahlreiche Fehler und Kinderkrankheiten. Alles dies soll mit Windows 7 nun besser werden. Die Software soll die Vision von Microsoft, dass alles und jedermann zu jeder Zeit miteinander verbunden ist, ideal unterstützen und den Nutzer und nicht die (Übertragungs-)Technologie in den Mittelpunkt rücken. Zitiert man Steve Ballmer allerdings wörtlich, so ist die Software Windows der wahre Mittelpunkt, um die Microsoft dann alles gruppiert (und kontrolliert).

Windows 7 wird schonender mit sämtlichen Ressourcen umgehen als Vista das tut. Dies betrifft allen voran den Energiebedarf, aber auch Speicherbedarf, Prozessorleistung und vieles mehr. Windows 7 wird noch mehr als bisher auf Multimedia setzen, so kommt ein neues Mediacenter zum Einsatz. Ebenso ist die Unterstützung von Touchscreens ein direktes Kernelement der Software und ermöglicht so zahlreichen Herstellern und Anwendern nach Angaben von Microsoft noch bessere Integration von berührungsempflindlichen Displays und Anwendungen.

Intuitive Navigationsoptionen sparen Klicks

Weiteres Kernelement von Windows 7 sind zahlreiche Optimierungen im Bereich der Bedienbarkeit und den verschiedenen Clickstreams innerhalb der Software. So wurden zahlreiche Nutzungsvorgänge auf ihre Klickzahl hin untersucht und optimiert. Neu gestaltet wurde auch die Taskbar im unteren Bildschirmdrittel, die nun mit sogenannten Jumplists kontextsensitiv verschiedene direkte Nutzungsalternativen anbietet, so z. B. den Programmstart mit den fünf zuletzt genutzten Dateien oder Musiktiteln. Auch im Bereich des Internet Explorers wurden zahlreiche Optimierungen vorgenommen.

Ebenso neu ist ein Setup-Assistant für die Einrichtung eines Heimnetzwerkes. Dies soll nun "keine Wissenschaft für sich" mehr sein, sondern in wenigen Schritten binnen weniger Minuten klappen. Andere PCs oder Endgeräte im Heimnetzwerk können dann von einem Rechner aus quasi wie eine externe Festplatte genutzt werden, Dateien lassen sich von dort öffnen oder auch mit Aktionen verknüpft dorthin verschieben bzw. versenden. Eine Musikdatei kann man so z. B. vom eigenen PC im Arbeitszimmer zur Xbox im Wohnzimmer senden und dort abspielen.

Verzahnung mit der mobilen Welt über Windows Live

Anders als vielleicht erwartet bleibt das Betriebssystem Windows 7 auch weiterhin eine Software rein für Desktop- und Laptop-PCs. Microsoft wagt mit ihr nicht etwa den Schritt in die mobile Welt, hier gibt es weiterhin die Spezialversion Windows Mobile. Die Verzahnung der stationären mit der mobilen Welt, geschieht dann über vielfältige Software und Anwendungen, die Microsoft wie bisher unter der Produktfamilie Windows Live zusammenfasst.

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