Monatswechsel

Januar: Telekom erhöht Grundkosten für Basisanschluss

Konstante Call-by-Call-Tarife für den Januar
Von Thorsten Neuhetzki
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Das Jahr hat gerade begonnen - und beginnt mit einer schlechten Nachricht. Zumindest für all jene Telefonkunden, die in den nächsten Wochen oder Monaten umziehen und einen reinen Telefonanschluss bei der Deutschen Telekom bestellen wollen. Dieser kostet nämlich für Neukunden - und das gilt auch für jene Kunden die umziehen - wie berichtet ab kommenden Montag mehr. Statt 16,37 Euro berechnet die Deutsche Telekom dann für den Basisanschluss CallPlus 18,95 Euro. Ein ISDN-Anschluss kostet nochmals 8 Euro mehr. Günstiger ist der Call Start. Dieser kostet mit 17,95 Euro dann 1 Euro monatlich mehr als bislang, hat aber den Nachteil der Vertragslaufzeit von einem Jahr, während der CallPlus-Anschluss schon nach vier Wochen wieder gekündigt werden kann.

Die Änderung betrifft keine Bestandskunden, die nichts an ihrem Anschluss ändern. Wer jedoch von einem Flatrate-Tarif auf den Standardtarif wechseln will oder eben in ein nicht mit DSL versorgtes Gebiet zieht, der ist von dieser Änderung betroffen.

Neuigkeiten gibt es bei der Deutschen Telekom auch, wenn der Kunde einen Bundle-Tarif wünscht. Ab Montag gibt es hier wie berichtet einen neuen Tarif mit Festnetz-Flatrate und einer DSL-Flatrate mit 16 MBit/s, aber ohne Komfort-Merkmale wie WLAN-Flatrate oder E-Mail-Pakete. In Kombination mit einem Analoganschluss kostet der Tarif 44,95 Euro und somit 5 Euro mehr als die 6-MBit/s-Variante.

Call-by-Call-Empfehlungen für den Januar

Der größte Vorteil der Telekom-Anschlüsse ist die Möglichkeit, Call by Call zu nutzen. Das ist insbesondere bei Mobilfunk- und Auslandsverbindungen ein großer Kostenvorteil, kann aber für Wenigtelefonierer in Nicht-DSL-Gebieten auch für normale Deutschlandverbindungen interessant sein.

Mit Beginn des neuen Jahres hat BT Germany mit der 01090 seinen günstigen Nebenzeit-Tarif und die günstigen Minutenpreise in die Mobilfunknetze wieder abgeschafft. Daher gilt es, täglich nach 19 Uhr für Orts- und Ferngespräche die Vorwahlen 01013 oder 01070 zu nutzen. Beide Anbieter berechnen hier aktuell weniger als 1 Cent pro Minute. Tele2 mit der 01013 garantiert sogar, die Preise zwischen 19 und 7 Uhr bis Ende März nicht über 0,98 Cent pro Minute zu heben, bei Arcor (01070) beträgt diese Obergrenze 1,5 Cent pro Minute. Am Wochenende kann die 01070 auch tagsüber verwendet werden, die 01013 sollte hier aufgrund von Kosten von bis zu 8,95 Cent pro Minute tunlichst gemieden werden.

Werktags zur Hauptzeit lassen sich Ortsgespräche am günstigsten über die 01079 führen. Sie kosten maximal 1,84 Cent pro Minute. Gespräche außerhalb des eigenen Ortsnetzes sollten über die 01067, 01052 oder 01097 geführt werden. Die drei Anbieter berechnen weniger als 2 Cent pro Minute. Gespräche zu deutschen Handys werden über die 01097 oder 01085 mit maximal 9,9 Cent pro Minute berechnet. Für Gespräche ins Ausland gilt, dass es keinen allgemein günstigen Anbieter gibt, sondern die günstigsten Tarife mittels Tarifrechner ermittelt werden müssen. Dabei gilt die dringende Empfehlung, nur auf Anbieter mit Tarifansage oder zumindest mit einer Tarifgarantie zu setzen.

Im Januar werden wir uns im Rahmen des Themenmonats Telefonieren im Festnetz schwerpunktmäßig mit Festnetz-Anschlüssen und Festnetztarifen beschäftigen. Zudem wird es einige technische Hintergründe geben.

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