Messen

Macworld und CES: Das gibt es zu sehen

Touchscreen-Netbooks, Windows 7 und Gerüchte um neue iPhones
Von Björn Brodersen

Den Schnellsten, den Größten, den Hochauflösendsten - glaubt man den Ankündigungen der Hersteller, dann erwarten die Besucher der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas zahlreiche Highlights und Trends der Elektronikbranche. Über eine entsprechende Ansetzung der Pressekonferenzen wird es durchaus möglich sein, dass die einzelnen Anbieter der Öffentlichkeit wirklich jeweils ein neues Rekordprodukt präsentieren können. Doch auch wenn man den hochtrabenden Versprechungen der Anbieter nicht so recht glauben mag, ein Blick über den Ozean in den kommenden Tagen lohnt sich auf jeden Fall. Spannend wird zum Beispiel sein, wie sich die beiden Nachfolger Steve Ballmer und Robbie Bach - statt Bill Gates - als Keynote-Redner für Microsoft schlagen werden.

Aus diesem Grund wird teltarif.de wieder live aus Las Vegas berichten und dafür in dieser Zeit seine Redaktionszeiten ausweiten, wenn vom 8. bis zum 11. Januar die Fachmesse ihre Pforten öffnet. Ein paar Tage zuvor werden wir Sie auch über Neuigkeiten von der Apple-Hausmesse Macworld [Link entfernt] (5. bis 9. Januar) in San Francisco informieren. Auch hier gibt es eine Wachablösung: Steve Jobs wird die Apple-Keynote in diesem Jahr nicht halten. Sowohl auf der Macworld als auch auf der CES richtet sich unser Augenmerk auf alles rund um das Handy, die mobile Internet-Nutzung, das Netbook und die Navigations-Dienste.

Macworld: Schiller statt Jobs

Keynote von Bill Gates auf der CES 2008
Fotos: CES
In den vergangenen Jahren hatte Apple auf der Macworld stets für einen Paukenschlag gesorgt. Zuletzt hatte hier Apple-Chef Steve Jobs 2007 das iPhone präsentiert und 2008 mit dem Macbook Air ein extradünnes Notebook gezeigt. In diesem Jahr wird Apple hartnäckigen Gerüchten zufolge ein iPhone nano vorstellen, Hinweise darauf gibt es seit Wochen auch durch Informationen von Drittherstellern und Zulieferfirmen. Über das neue Apple-Handy selbst ist allerdings kaum etwas bekannt - außer dass es wie der gleichnamige iPod klein ausfallen wird. Ebenfalls möglich ist, dass Apple in San Francisco ein iPhone mit einer auf 32 GB vergrößerten Speicherkapazität vorstellen wird. Für eine leistungsfähigere Variante des iPhone-Smartphones als Nachfolger des aktuellen Modells iPhone 3G wird es dagegen noch zu früh sein.

Es gibt noch einen zweiten Grund, warum Apple in diesem Jahr unter besonderer Beobachtung auf der Macworld steht. Das Unternehmen hat angekündigt, sich zum kommenden Jahr ganz von der Messe zurückzuziehen, da die Macworld ihre Bedeutung für Apple verloren habe. Bereits in diesem Jahr wird nicht Steve Jobs sondern der Marketingchef Phil Schiller die traditionelle Keynote von Apple halten. Um Steve Jobs ranken sich seit längerem Gerüchte um seinen angeschlagenen Gesundheitszustand. Der Mitgründer des amerikanischen Elektronikkonzerns war bereits vor Jahren an Krebs erkrankt. Das Schicksal des Unternehmens gilt als sehr eng mit dem des jetzigen Vorstandschefs verknüpft, das zeigte unter anderem der Wertverlust der Apple-Aktie um sieben Prozent nach der Ankündigung, dass Jobs der Macworld fernbleiben werde.

CES: Ballmer statt Gates

Zwei Konkurrenten von Apple im Handy-Bereich stehen unter anderem auf der Tage später beginnenden CES in Las Vegas im Blickpunkt: Microsoft und Palm. Für Microsoft wird erstmals seit Jahren nicht der Gründer Bill Gates die traditionelle Eröffnungsrede halten sondern der aktuelle CEO Steve Ballmer und Robbie Bach, President Entertainment & Devices bei Microsoft. Dass Microsoft im Spielerparadies kein Zune-Handy präsentieren wird, scheint inzwischen festzustehen. Eher erwarten Brancheninsider, dass Microsoft das neue Betriebssystem Windows 7 vorstellen und mehr über seine engere Verzahnung mit dem Handy-Betriebssystem Windows Mobile verraten wird. Microsoft selbst sagt, im Mittelpunkt der Keynote stünden "Lösungen und neue Technologien, die es Anwendern uneingeschränkt ermöglichen, sich über verschiedene Plattformen hinweg zu unterhalten, zu informieren und miteinander zu kommunizieren." Inzwischen heißt es, dass Windows 7 bereits in diesem Jahr das von den Nutzern zurückhaltend angenommene Windows Vista ablösen soll. Außerdem soll Microsoft eine Integration des Zune-Onlinedienstes in den mobilen Bereich planen.

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