Zusammenschluss

Bundesnetzagentur will 0137-Nummern zu 0500-Nummern machen

Regulierer startet Anhörung zu möglicher Verlagerung des Nummernraums
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Schon seit vielen Jahren steht im Raum, die Rufnummern im Bereich 0137 auf die Rufnummerngasse 0500 zu verschieben. Doch umgesetzt wurde dieses Vorhaben mangels einer Lösung für den Portierungsdatenaustausch bislang nicht. Nun aber scheint die Bundesnetzagentur hier konkreter werden zu wollen. Sie startet eine Anhörung, bei der jedermann die Möglichkeit hat, seine Kommentare zu dem Vorhaben abzugeben. Bis Ende Januar können Interessierte ihre Stellungnahmen beim Referat 117 der Bundesnetzagentur abgeben.

Dabei scheint die Bundesnetzagentur aber nicht um jeden Preis auf die Einführung von 0500 zu pochen. So lautet eine Frage im Rahmen der Anhörung, ob weiterhin Interesse der Marktteilnehmer bestünde, die eigentlich für Massenverkehrsdienste (also beispielsweise Telefon-Voting) gedachten Nummern zu verlagern. In der Vergangenheit gab es bereits Signale, dass die Anbieter der Rufnummern nicht mehr an einer Verlagerung interessiert sind. Diese Verlagerung war aber ursprünglich von eben diesen Anbietern gewünscht worden.

Ferner fragt der Regulierer, ob es Interesse gibt, für die Anrufer kostenlose Massenverkehrsdienste anzubieten. Damit könnten die Fernsehzuschauer ohne zusätzlich Kosten über den Wettkönig bei "Wetten Dass...?" abstimmen, wenn entsprechende Rufnummern gewählt würden. Ferner wird gefragt, ob es derzeit in der Gasse 0137-7-Dienste gibt, die dem Sinn des Massenverkehrs eigentlich nicht mehr entsprächen. Die Bundesnetzagentur geht in diesen Fällen davon aus, dass die hier geschalteten Rufnummern, deren Anwahl immerhin 1 Euro kostet, eher im Bereich 0900 anzusiedeln wären. In diesem Zusammenhang denkt der Regulierer auch darüber nach, eine Tarifierungsstufe in dieser Höhe unter der 0500 nicht mehr zuzulassen.

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