iPhone-Radio

Das Apple iPhone 3G als mobiler Weltempfänger

Über WLAN, UMTS und EDGE lassen sich Rundfunksender aus aller Welt empfangen
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Seit Juli ist das Apple iPhone 3G auf dem Markt. Gleichzeitig wurde das Betriebssystem 2.0 für das iPhone der ersten Generation und das iPhone 3G eingeführt, das nach einigen Updates inzwischen von der Firmware 2.2 abgelöst wurde. Die neue Firmware brachte für neue und alte Apple-Handys vor allem einen Vorteil mit sich: Nicht nur nach einem vom Hersteller nicht autorisierten Eingriff in das Betriebssystem, sondern auch ganz offiziell können Applikationen anderer Hersteller installiert werden.

Eines der ersten Zusatz-Programme, das im AppStore von Apple zu bekommen war, nennt sich Tuner. Damit lassen sich per Mobilfunknetz und über WLAN-Hotspots Internetradio-Programme empfangen. Eine Liste von Sendern bringt die Applikation, die für 4,99 Euro verkauft wird, schon mit. Eigene Sender können nachprogrammiert werden. Die FStream-Software ist kostenlos

FStream-Software ist kostenlos

Inzwischen hat der Tuner Konkurrenz bekommen und zahlreiche Webradio-Tools buhlen um die Gunst der iPhone-Besitzer. Besonders interessant sind derzeit die Programme FStream und WunderRadio. Dabei zeichnet sich FStream dadurch aus, dass die Software besonders viele Streaming-Formate unterstützt und zudem noch kostenlos erhältlich ist. WunderRadio kostet dagegen 4,99 Euro, bringt dafür aber eine umfangreiche Sender-Datenbank mit, die mit der eines herkömmlichen WLAN-Radios vergleichbar ist.

FStream eignet sich gut, um erste Erfahrungen mit dem Internetradio-Empfang auf dem iPhone zu sammeln. Das Programm kann kostenlos geladen werden und unterstützt die Formate MP3, Ogg Vorbis, Windows Media, AAC und AAC+. Damit sind abgesehen von Real Audio alle wichtigen Formate zu empfangen. Dafür ist die mitgelieferte Favoriten-Liste auf einige wenige französische Sender beschränkt. Es ist aber möglich, in den Listen von Shoutcast, SourceMac und iTunes nach beliebigen Sendern zu suchen oder auch eigene Stationen nachzuprogrammieren.

Die Wiedergabe der Programme ist sehr gut. Selbst über eine EDGE-Verbindung sind Streams mit einer Bandbreite von bis zu 96 kBit/s noch störungsfrei zu empfangen. Programme mit noch höherer Bandbreite sind über EDGE dagegen nicht immer ohne Aussetzer hörbar. Abhilfe schafft eine UMTS- oder WLAN-Verbindung. Als neues Feature bietet FStream in der aktuellen Version 2.0 auch die Möglichkeit, die gehörten Programme aufzuzeichnen.

WunderRadio mit umfangreicher Sender-Datenbank

WunderRadio bietet ein umfangreiches Sender-Verzeichnis WunderRadio hat dagegen teilweise Probleme bei Programmen, die mit vergleichsweise lautem Signalpegel arbeiten. Diese Sender klingen zum Teil leicht verzerrt. Dafür verfügt die Software über eine umfangreiche Datenbank mit Radiostationen aus aller Welt - so wie man es auch von WLAN-Radios wie dem Terratec Noxon oder dem DNT IPdio kennt. Dazu arbeitet WunderRadio zwar nicht mit vTuner oder Reciva, den beiden bekanntesten Anbietern entsprechender Datenbanken, dafür aber mit dem Onlineportal Radiotime.com zusammen.

Gesucht werden kann unter anderem nach lokalen Sendern aus der Gegend, in der man sich gerade aufhält. Dazu wird die GPS-Funktion des iPhone 3G genutzt. Alternativ sind die Programme nach Kontinenten und Ländern geordnet. Darüber hinaus ist es möglich, nach Sport- und Talk-Stationen oder nach Programmen mit verschiedenen Musikrichtungen zu suchen.

So findet man mit WunderRadio nicht nur deutsche Sender wie den Deutschlandfunk und Bayern 3, Radio 700 und die Ostseewelle, sondern Programme aus aller Welt. Dazu gehören trotz der Tatsache, dass viele amerikanische Sender den Empfang außerhalb der USA technisch unterbinden, auch zahlreiche Kanäle aus den Vereinigten Staaten. JACK FM Los Angeles ist genauso zu hören wie WCBS FM New York.

Mehr zum weltweiten Radioempfang und zu den Kosten für die Radionutzung am iPhone lesen Sie auf der nächsten Seite.

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