Handy-TV

EU-Kommission verabschiedet Rechtsvorschriften für Handy-TV

Mit einheitlicher Leitlinie soll Verbreitung von Mobil-TV beschleunigt werden
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Die Europäische Kommission will die Akzeptanz des Handy-TVs erhöhen und hat am 10. Dezember laut eigenen Angaben einen entscheidenden Schritt zur Förderung wettbewerbsorientierter Mobilfernsehdienste in der EU unternommen. Mit der Veröffentlichung von Leitlinien für die Genehmigung von Mobilfernsehdiensten soll die Verbreitung von Mobil-TV in ganz Europa beschleunigt werden. Ebenso wie durch die Aufnahme der DVB-H-Norm in das offizielle EU-Normenverzeichnis im März 2008 demonstriere die Kommission laut eigenen Worten mit diesen Leitlinien ihr starkes Engagement für den Ausbau neuer Dienste für die europäischen Verbraucher.

Kompatibilität bei Übertragung bei Handy-TV

Bisher gibt es nur in wenigen Mitgliedstaaten, unter anderem Österreich und Deutschland, Rechtsvorschriften für neue Mobilfernsehdienste. Mit den Leitlinien der Kommission soll der Elan zugunsten des Mobilfernsehens auf EU-Ebene aufrecht erhalten werden, damit ein günstiges rechtliches Umfeld entsteht. Die Dienstqualität, einschließlich der Übertragung innerhalb von Gebäuden und der Übertragungsqualität, sollte die Vergabe mitbestimmen. In den Leitlinien wird ferner empfohlen, dass die für Mobilfernsehen zur Verfügung gestellten Frequenzen wieder entzogen werden sollten, wenn der Dienst nicht innerhalb eines vertretbaren Zeitraums angeboten wird. Außerdem wird den Regulierern empfohlen, das Genehmigungsverfahren allen Wirtschaftsbeteiligten zu öffnen und Bedingungen zu schaffen, die die Zusammenarbeit zwischen Telekommunikationsbetreibern und Fernsehveranstaltern regeln. Schließlich wird die Industrie aufgerufen sicherzustellen, dass die DVB-H-gestützten Mobilfernsehdienste in den einzelnen EU-Ländern kompatibel sind.

"Die erfolgreiche kommerzielle Einführung des Mobilfernsehens in Österreich, Italien, Finnland und den Niederlanden hat bestätigt, dass effiziente Genehmigungsverfahren einen zentralen Faktor für eine rasche Einführung dieser Dienste darstellen", sagt Viviane Reding, EU-Kommissarin für Telekommunikation und Medien. "In Österreich haben in den ersten Wochen nach seiner Einführung bereits 5 000 Zuschauer das Mobilfernsehen genutzt. Angesichts der für die Weihnachtszeit vorhergesagten steigenden Verkaufszahlen dürften noch wesentlich mehr Europäer die Möglichkeit haben, mobil fernzusehen. Deshalb wollen wir den Mitgliedstaaten Leitlinien dafür geben, wie sie es der Industrie ermöglichen sollten, diese innovativen Dienste so rasch und problemlos wie möglich einzuführen", so Reding. "Wir sprechen uns für eine kooperative Vorgehensweise unter Beteiligung aller Akteure - der Fernsehveranstalter, der Mobilfunkbetreiber und der Plattformbetreiber - aus, und gegen schwerfällige Vorschriften oder Genehmigungsverfahren für die Einführung von Mobilfernsehen in Europa."

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