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Das Nokia N79 im kurzen Test

Nokia-Handy mit FM-Transmitter, dafür schlechte Tastatur
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Von Nokia nicht großartig beworben, kam vor einigen Wochen das Nokia N79 auf den Markt. Ein gewöhnliches N-Serie-Gerät im Barrenformat mit aktueller Symbian-Oberfläche, welches auf den ersten Blick mit nicht viel Neuem aufwartet: 5-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz, HSDPA, WLAN und GPS sind die wichtigsten Ausstattungs-Merkmale.

FM-Transmitter als neues Feature

Nokia N79

Wie bereits im Nokia N78 und N85 wurde auch im N79 ein FM-Transmitter integriert. Mit diesem ist es möglich, die eigene Musiksammlung vom Handy über eine vorher angegebene Radio-Frequenz mit einem Autoradio oder der heimischen Stereoanlage zu empfangen. Das Empfangsgerät sollte sich in unmittelbarer Umgebung befinden, da das Signal nur eine begrenzte Reichweite hat. Dadurch ist es ganz einfach möglich, die Lieblingsmusiktitel beim Nokia N79 ohne Kopfhörer oder den Handylautsprecher anzuhören. Der Transmitter kann neben dem Start über das Menü auch direkt aus dem Media-Player aktiviert und deaktiviert werden. Zum Teil ist das Signal etwas verrauscht, im Großen und Ganzen funktioniert diese Anwendung aber problemlos und ist für den ein oder anderen sicherlich ein nettes Feature.

Das Nokia N79 bringt Farbe ins Spiel

Nokia N79 Das Quadband-Gerät mit den Maßen von 110 mal 49 mal 15 Millimeter und einem Gewicht von 97 Gramm ist schmal und kompakt. Es verfügt über ein 2,4-Zoll-TFT-Display mit einer Auflösung von 240 mal 320 Pixel, welches die Inhalte übersichtlich sowie farb- und kontrastreich darstellt. Für umfangreiche Surf-Sessions ist das Display des Nokia N79 eventuell ein wenig klein, um sich unterwegs aber schnell zu informieren, ist es allemal ausreichend. Ob die Inhalte beim Drehen des Gerätes im Querformat angezeigt werden sollen, kann im Menü eingestellt werden. Surfen ist wie bei anderen aktuellen S60-Modellen des finnischen Herstellers über HSDPA mit bis zu 3,6 MBit/s möglich, EDGE und WLAN werden ebenfalls unterstützt. Multitasking sowie das schnelle Starten der Anwendungen sind mit diesem Gerät problemlos möglich, hier arbeiten Hardware und Software gut zusammen.

Der Zugriff auf Daten wie Fotos oder Musik ist beim Nokia N79 mittels Bluetooth 2.0 oder USB möglich, letzteres leider nur über den herstellerspezifischen Anschluss. Bei dem Audio-Anschluss hingegen kann jeder klassische Kopfhörer mit 3,5-Millimeter-Klinkenstecker verwendet werden. Im Lieferumfang des Gerätes ist neben dem Mobiltelefon, Akku und Ladegerät auch ein Datenkabel und ein Headset sowie die Nokia-Software enthalten. Das Nokia N79 ist in zwei Farb-Varianten mit je drei verschiedenen Covern für die Rückseite erhältlich. Die Vorderseite des Gerätes ist entweder weiß oder silber. Nutzern, denen Abwechslung wichtig ist oder welche die Farbe des Gerätes ihrem Kleidungsstil anpassen wollen, wird dies sicherlich gefallen.

Gute Sprachqualität und Akkuleistung, Tastatur mit schlechtem Druckpunkt

Cover kann
ausgetauscht werden
Die Sprachqualität sowie die Akkuleistung sind in Ordnung und auch die Kamera liefert im Test gute Ergebnisse - sowohl bei den Bildern als auch den Videos. Zudem schützt eine Abdeckung Linse und Blitz. Auch das GPS funktionierte im Test so, wie es sollte und brachte uns ans Ziel. Wie bei anderen, nicht speziell auf Navigation ausgelegten Nokia-Geräten, sind auch hier nur drei Monate sprachgesteuerte Navigation mit Nokia Maps im Lieferumfang enthalten. Danach muss bei Bedarf eine Lizenz für ein bestimmtes Land oder eine Ländergruppe erworben oder ein anderes Navigationsprogramm auf dem Gerät installiert werden.

Einziges Manko an dem sonst wirklich guten Nokia N79 sind die Tasten. Zum einen die Tastatur, welche einen schlechten Drunkpunkt aufweist und auch die Anordnung der Navigations- und Funktions-Tasten ist nicht ideal: Man erwischt des Öfteren eine falsche Taste, was zusätzlich durch fehlende Erhöhungen beziehungsweise Abgrenzungen begünstigt wird.

Fazit: Abgesehen von der Tastatur ein Top-Gerät

Bei dem Nokia N79 handelt es sich um ein funktionales Mobiltelefon, was alle aktuellen Funktionen bietet und stabil und schnell arbeitet. Einziger Nachteil ist die Tastatur mit dem schlechten Druckpunkt. Ob man sich an diese gewöhnen kann, hängt sicherlich auch von jedem selbst ab bzw. von der Nutzungsintensität der Tastatur: Für Viel-SMS-Schreiber wird das Nokia N79 wahrscheinlich nicht die erste Wahl sein. Der Preis für das Handy ohne Vertrag beträgt rund 330 Euro - ein stolzer Preis, aber dafür bekommt man auch ein leistungsfähiges Gerät.

Weitere aktuelle Handy-Modelle im Test finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

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