CeBit 2009

CeBIT 2009: Veranstalter erwarten keine Rekordmesse

Messe soll unter Umständen sogar um das Wochenende verkürzt werden
Von dpa / Marc Kessler

Die Ausrichter der CeBIT in Hannover erwarten, dass die globale Wirtschaftskrise ihre Spuren auch auf der weltgrößten Computer- und IT-Messe im kommenden Jahr hinterlassen wird. "Das ist im Moment keine Zeit für eine Rekordmesse", sagte Ernst Raue, Chef der Deutschen Messe AG, in Hamburg. Es sei derzeit eine "riesige Verunsicherung im Markt" zu spüren. "Das habe ich in dieser Ausprägung noch nicht erlebt, und ich bin schon lange in der Branche tätig."

Raue zeigte sich sicher, dass die Messe nach einer "Super-CeBIT 2008" künftig schrumpfen werde. Es werde sicher auch Stornierungen geben. Es gebe zudem Überlegungen, die Laufzeit der Messe um das Wochenende zu verkürzen. "Viele Aussteller können auf das Wochenende gut verzichten." In den vergangenen Jahren hatte die CeBIT bereits den Verlust vieler großer Aussteller zu verkraften und stand zudem in harter Konkurrenz mit der seit einigen Jahren jährlich stattfindenden IFA in Berlin statt.

Auf die schnellen Veränderungen im Technologie-Markt wollen die Ausrichter der Messe (3. bis 8. März 2009) mit neuen Konzepten antworten. Neben dem großen Thema Green IT wird das Internet eine zunehmend bedeutende Rolle spielen. Neue Kommunikationstechnologien und Anwendungen des sogenannten Web 2.0 sind heute bereits in allen Bereichen des täglichen Lebens anzutreffen. Dieser Entwicklung will die Messe unter dem Schlagwort WebCiety Rechnung tragen und die Dynamik des Internet auch auf dem Messegelände erlebbar machen.

Die CeBIT, die im kommenden Jahr mit dem amerikanischen Partner-Bundesstaat Kalifornien möglicherweise auch Besuch von Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger bekommt, will sich im kommenden Jahr weiter "business-lastig" ausrichten. Dennoch werde auch Unterhaltungselektronik zu sehen sein und das Thema Computerspiele nicht zu kurz kommen, so Raue. Eine potenzielle Konkurrenz zur IFA in Berlin sieht Raue nicht mehr gegeben. Nach der Umstellung auf den jährlichen Takt hätten sich die Aussteller inzwischen zumindest für einen der beiden Messeauftritte entschieden. Den verlorenen Umsatz hole die CeBIT inzwischen durch neue Auftritte etwa in Asien wieder herein.