Nachgerechnet

Subventioniertes Handy oder Onlineshop: Was ist günstiger?

Aktueller Preisvergleich für Festnetz-Vieltelefonierer mit überraschendem Ergebnis
Von Thorsten Neuhetzki
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Sich ein Handy subventionieren zu lassen, gehört für viele Handynutzer noch immer zu den gängigsten Methoden, ein neues Endgerät zu bekommen. Das Mobiltelefon ist augenscheinlich relativ günstig und die Grundgebühr für den Tarif muss ja ohnehin gezahlt werden - so zumindest die weitläufige Meinung. Dabei geht es oftmals deutlich günstiger - sowohl was die Kosten für das Handy, als auch die Kosten für den Tarif angeht. Wir zeigen Ihnen im Vergleich zwischen Netzbetreiber und Discount-Anbieter im gleichen Netz, wie viel Sie bei ähnlich gelagerten Tarifen sparen können. Dazu betrachten wir die Gesamtkosten eines Beispielsnutzers beim Netzbetreiber mit subventioniertem Handy und die Kosten bei einem Discounter-Kunden, der sich sein Handy in einem Onlineshop kauft.

Um einen fairen Vergleich machen zu können, nehmen wir ein Nutzerprofil an, für das wir die jeweils günstigsten Tarife gewählt haben. Dieses Nutzerprofil sieht vor, dass 600 Minuten ins deutsche Festnetz telefoniert wird, 75 Minuten innerhalb des eigenen Mobilfunknetzes und 50 Minuten abgehend zu anderen Netzen gesprochen wird. Zudem werden im Monat 20 SMS versendet. Ein solches Nutzungsverhalten trifft auf viele Mobilfunkkunden zu, die zwar viel unterwegs sind, aber nur zu bestimmten Personen Kontakt halten. Dies kann beispielsweise der Familienvater sein, der viel auf dem heimischen Festnetzanschluss anruft aber auch der Außendienst-Mitarbeiter oder LKW-Fahrer, der mit der Zentrale bzw. dem Disponenten telefoniert. Auch Journalisten telefonieren im Berufsalltag zumeist ins Festnetz, um beispielsweise in ihren Redaktionen oder den Pressestellen anzurufen.

Der Vergleich - so haben wir gerechnet

Viele Kunden besorgen sich ihre neuen Handys in Mobilfunkshops. Um den Vergleich etwas einfacher zu gestalten, haben wir Versandkosten weder bei den Netzbetreibern noch bei den Discountern und Onlineshops berücksichtigt. Die realen Kosten liegen also zum Teil einige wenige Euro höher. Berücksichtigt hingegen wurden aktuelle Aktionsangebote, wie etwa die ersten Monate mit reduzierten Grundkosten oder Online-Rabatte. Hier haben wir uns jedoch für eine der angebotenen Varianten entscheiden müssen, weitere sind nur erwähnt. Ferner haben wir auf Discounter-Seite bei fast identischen Tarifen jene Anbieter bevorzugt berücksichtigt, die es ihren Kunden erlauben, die SIM-Karte online zu administrieren.

Für unsere Berechnungen haben wir zunächst die monatlichen Kosten unseres Beispielkunden erhoben. Diese setzen sich aus den monatlichen Grundkosten, den Kosten für Gespräche, die nicht durch die Flatrate abgedeckt werden, und die SMS-Kosten zusammen. Diese monatlichen Kosten - bei den D-Netz-Betreibern zwischen knapp 40 und 60 Euro, bei den E-Netz-Anbietern zwischen 30 und 35 Euro - haben wir dann auf die Vertragslaufzeit von zwei Jahren hochgerechnet. Genau so sind wir bei den Discountern vorgegangen. In der Summe ergaben sich so Gesamtkosten zwischen 557,95 Euro (smobil im allmobil-Tarif mit Festnetzflatrate) und 1338 Euro (T-Mobile mit Max M). Klar ist, dass es sich dabei um rein theoretische Werte handelt, denn kein Nutzer telefoniert jeden Monat exakt gleich. Dennoch: Die errechneten Gesamtwerte auf zwei Jahre gesehen lassen die Preisunterschiede zwischen den Anbietern erahnen.

Fünf Handymodelle im Überblick

Unserem Beispielkunden haben wir zudem fünf mögliche Handys zur Auswahl gegeben, um auch hier eine möglichst breite Masse abdecken zu können. Neben dem Business-Handy Nokia E71 hat der Kunde die Wahl zwischen dem Fotohandy Sony Ericsson C905, dem Walkman-Handy W760i, dem TV-Handy LG HB620T und dem Edel-Slider Samsung U900 Soul. In Onlineshops sind diese Geräte zum Teil mit Netzbetreiber-Branding aktuell zwischen 118,79 Euro (LG HB620T) und 409,00 Euro (Sony Ericsson C905) erhältlich.

Warum ein Handykauf auf eigene Faust alleine im T-Mobile-Netz mehr als 300 Euro sparen kann, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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