Netzausbau

GSM-Netz-Ausbau von o2 nahezu flächendeckend

Noch in diesem Jahr HSUPA-Start im UMTS-Netz
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Bis Ende nächsten Jahres will o2 auf die Dienste seines National-Roaming-Partners T-Mobile verzichten. Dazu soll das eigene Mobilfunknetz nahezu flächendeckend ausgebaut werden. Dabei kommt der Münchner Netzbetreiber nach eigenen Angaben zügig voran. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, erreiche das GSM-Netz von o2 inzwischen 99 Prozent der Bevölkerung.

o2 spricht demnach von einer nahezu vollständigen Bevölkerungsabdeckung. Der Netzbetreiber habe damit wichtiges Etappenziel, ein unabhängiges Netz zu betreiben, erreicht. Auch bei der Optimierung der Mobilfunkversorgung innerhalb von Gebäuden komme der vor gut zehn Jahren gestartete Anbieter zügig voran und schließe zu den beiden großen Mitbewerbern T-Mobile und Vodafone weiter auf.

Dennoch gibt es nach wie vor Kundenproteste, dass das National Roaming zum Teil beendet wird, bevor die eigene Netz-Infrastruktur aufgebaut ist. Auch bei Testfahrten der teltarif.de-Redaktion beispielsweise im Spessart und in der Oberpfalz gab es noch Lücken - auch in Bereichen, die von allen drei Mitbewerbern bereits gut abgedeckt sind. Wiederholt man solche Messfahrten jedoch in gewissen Abständen, so ist oft feststellbar, dass o2 den Netzausbau in der Tat vorantreibt und dabei immer wieder auch neue Regionen mit dem eigenen Netz erschließt.

HSDPA bis Ende des Jahres im gesamten UMTS-Netz

Besonders schnell entwickelt sich nach o2-Angaben der Markt für mobiles Internet. Immer mehr Kunden nutzen die Möglichkeit, unterwegs online zu gehen. Das allerdings bekommen die Kunden in allen vier deutschen Netzen derzeit dadurch zu spüren, dass die Übertragungsgeschwindigkeiten im Word Wide Web oft deutlich langsamer sind als von den Mobilfunkanbietern versprochen.

Wie o2 heute mitteilte, schreitet neben dem GSM-Ausbau auch die Erweiterung des UMTS-Netzes weiter voran. So sei rund 80 Prozent des 3G-Netzes aktuell mit HSDPA aufgerüstet. Bis zum Jahresende soll der UMTS-Turbo im gesamten 3G-Netz zur Verfügung stehen. Dabei werden derzeit bis zu 3,6 MBit/s im Downstream erreicht. T-Mobile und Vodafone bieten punktuell bereits 7,2 MBit/s an und Vodafone hat bereits eine Erweiterung auf 14,4 MBit/s angekündigt. Bei E-Plus wurden die HSDPA-Pläne hingegen auf das kommende Jahr verschoben.

In den nächsten Wochen soll auch HSUPA im o2-Netz eingeführt werden. Dadurch sollen auch schnellere Uploads im 3G-Netz möglich sein. Vor allem in ländlichen Regionen bietet o2 darüber hinaus EDGE im GSM-Netz an. Darüber werden immerhin Download-Raten von rund 220 kBit/s erreicht. T-Mobile hat in diesem Jahr mit einer Erweiterung auf 260 kBit/s begonnen. Weitere Verbesserungen sind denkbar. Bislang hat o2 nach eigenen Angaben rund 2 600 Standorte mit EDGE ausgebaut. Weitere Basisstationen vor allem in Regionen, in denen UMTS nicht zur Verfügung steht, sollen folgen.

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