Preisrutsch

Asus plant günstigen EeePC für 160 Euro

Außerdem größeres Display für künftige Netbooks
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Die Preise für Netbooks sollen weiter fallen. Einem Bericht des Onlineportals Cnet zufolge will Asus im kommenden Jahr einen EeePC anbieten, der rund 200 US-Dollar kostet. Das wären umgerechnet knapp 160 Euro. Derzeit kosten aktuelle Netbook-Modelle noch zwischen 300 und 450 Euro. Lediglich ältere Geräte, die nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Technik sind, sind zum Teil schon für deutlich unter 300 Euro zu bekommen.

Nicht bekannt ist bislang, wie das neue Billig-Netbook ausgestattet sein soll. Wie Cnet weiter berichtet, sollen aber künftige Netbook-Generationen mit einem größeren Display als die meisten bisherigen Geräte ausgerüstet werden. Anstelle der bislang überwiegend üblichen 7- oder 8,9-Zoll-Displays will Asus in Zukunft eine Bildschirm-Größe von 10 Zoll als Standard etablieren.

Damit reagiert der Hersteller auf die Kritik vieler Kunden, dass beispielsweise 7-Zoll-Monitore vor allem bei längeren Online-Sessions oder beim Arbeiten mit dem EeePC zu klein sind. Es kommt dazu, dass die Bildschirm-Auflösung bei den sehr kleinen Displays oft nur 800 mal 480 Pixel beträgt. Damit lassen sich einige Windows-Programme gar nicht erst installieren. Eine Umschaltung auf 800 mal 600 Pixel ist zwar möglich. Dann jedoch muss man hin- und herscrollen, um alle Inhalte anzeigen zu können.

EeePC im letzten Quartal 1,7 Millionen Mal verkauft

Asus war mit dem EeePC der erste Hersteller, der eine größere Anzahl von Netbooks auf dem Mark platziert hat. Dabei kam es vor allem beim ersten Modell wegen der großen Nachfrage auch zu Lieferengpässen. Allein im vergangenen Quartal hat Asus nach eigenen Angaben rund 1,7 Millionen Laptops im Mini-Format verkauft. Im nächsten Vierteljahr hofft der Hersteller trotz der größer werdenden Konkurrenz auf 1,8 Millionen verkaufte EeePCs.

Wurde die erste EeePC-Generation ausschließlich mit Linux ausgeliefert, so werden die aktuellen Modelle zu etwa 70 Prozent mit Windows XP als Betriebssystem verkauft. Der Anteil der Linux-Versionen sank auf 30 Prozent. Schon für Mitte nächsten Jahres planen erste Netbook-Hersteller, neue Geräte mit dem Vista-Nachfolger Windows 7 auszuliefern. Ob dieser ehrgeizige Zeitplan indes eingehalten werden kann, bleibt abzuwarten.

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