Handy-Test

Aus dem Norden kaum Neues: Das Nokia N96 im teltarif-Test

Bessere Sprachqualität, schlechtere Kamera
Von Stefanie Frevert-Schönherr / Marie-Anne Winter
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Die Nokia N-Serie erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Mit den umfangreichen Multimedia-Funktionen bieten die Geräte des finnischen Herstellers für viele Handy-Nutzer, die ihr Telefon für mehr als nur zum Telefonieren und SMS-Versenden nutzen, genau das Richtige.

Dennoch präsentierte der Hersteller in den letzten Monaten nicht viel Neues, obwohl es am Markt bei anderen Herstellern durchaus technische Erweiterungen und neue Handy-Funktionen gibt. So hat Nokia bisher noch kein Handy-Modell auf den Markt gebracht, welches HSDPA-Datenübertragungsraten mit mehr als 3,6 MBit/s unterstützt und auch die HSUPA-Technik wurde bisher in noch kein Modell integriert. Ein Mobiltelefon mit DVB-T-Unterstützung oder ein Dual-SIM-Handy sucht man im Angebot von Nokia ebenfalls vergeblich.

Ein Highlight ist allerdings das erst kürzlich vorgestellte Touchscreen-Handy von Nokia - das 5800 XpressMusic, das noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Ansonsten scheint es so, Das Nokia N96

als hielte der Hersteller an Altbewährtem fest und versuche von Modell zu Modell bereits vorhandene Funktionalitäten zu erweitern und zu verbessern, statt etwas Neues zu wagen. Dafür packt Nokia möglichst viele verschiedene Funktionen in seine Spitzengeräte. Andere Hersteller setzen ihren Fokus meist auf ein spezielles Anwendungsgebiet und verbauen sonst eher Standard-Hardware, beispielsweise Sony Ericsson mit der Cybershot-Serie für Fotografie. Ein Vorteil bei Nokia ist die Symbian-Oberfläche, die bei vielen Funktionen mehr Spielraum bietet. Bei unserem Test hat uns natürlich interessiert, was der finnische Hersteller beim Nachfolger seines N-Serie-Flaggschiffs aus dem letzten Jahr - dem N95 - verbessert hat, was an Funktionen neu hinzugekommen ist und ob sich vielleicht auch neue Nachteile bei dem aktuellen Modell ergeben.

Ein Nachfolger ohne nennenswerte Neuerungen

Enttäuschenderweise wartet das Nokia N96 aber kaum mit neuen Funktionen auf. Der interne Speicher wurde im Vergleich zum N95 8GB nochmal um 8 Gigabyte auf nun insgesamt 16 Gigabyte erweitert, ein externer Speicherkarten-Slot wurde wie beim N95 wieder integriert, dieser fehlte bei der 8GB-Version. Zudem wurde ein DVB-H-Empfänger eingebaut, welcher in Deutschland zumindest derzeit wenig bringt, da hierfür aktuell keine Dienste bereit gestellt werden - auch wenn das sich vielleicht wieder ändert.

Wieder kein Standard-USB-Anschluss

Leider setzt Nokia wie bei seinen anderen aktuellen Modellen auch bei diesem Gerät wieder auf den herstellerspezifischen Micro-USB-Anschluss. Ein Nachteil, da man nun doch wieder ein spezielles Kabel im Gepäck haben muss und nicht das der Digitalkamera oder der externen 2,5-Zoll-Festplatte verwenden kann, wenn man unterwegs Daten ohne den Funkstandard Bluetooth übertragen oder das Handy als Modem nutzen möchte. Die Infrarotschnittstelle wurde nun weggelassen, dies ist aber sicherlich das kleinere Manko, weil mittlerweile viele Notebooks neben WLAN auch Bluetooth unterstützen.

Der Doppel-Slider mit den Maßen 103 mal 55 mal 18 Millimeter und einem Gewicht von 125 Gramm hat sowohl im Hoch- als auch im Querformat spezielle Tasten für Musik- und Videoanwendungen. An den 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss können Standard-Kopfhörer angeschlossen werden, das im Lieferumfang enthaltene Stereo-Headset mit Fernbedienung liefert ebenfalls eine annehmbare Klangqualität, ebenso wie der integrierte Lautsprecher. Via Bluetooth 2.0 und A2DP ist auch Audio-Stereo-Streaming möglich, ein Stereo-FM-Radio mit RDS ist ebenfalls vorhanden. Zudem können Internet-Radio-Dienste eingerichtet und einfach genutzt werden.

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