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Ratgeber: So können Sie das Fernsehen am PC genießen

Internet-TV, Video-on-Demand und DVB-T machen den Monitor zur Glotze
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Das Fernsehen aus dem Internet ist aus den Kinderschuhen heraus gewachsen. Galten TV-Sender, die ihre Programme übers Netz ausstrahlten, vor einigen Jahren noch als absolute Exoten, ist Internetfernsehen im Zeitalter des Web 2.0 schon fast Normalität. Der Nutzer kann aus einem scheinbar unbegrenzten Angebot auswählen, und in so manchen Singlehaushalten steht bereits kein TV-Gerät mehr, weil der Computermonitor dessen Funktion übernimmt. Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Internet-TV-Angebote und über die Möglichkeiten, wie man Fernsehen auch ohne Internetanbindung am heimischen PC oder Notebook empfangen kann.

Web-TV-Livestreams: Eintauchen in die Welt der Spartensender

Onlineglotze.tv Der einfachste Weg zum Internet-TV ist das Anklicken von Livestreams auf den Webseiten von Fernsehsendern. Zahlreiche TV-Veranstalter strahlen ihre Programme live im Internet aus. Da es kein einheitliches Video-Format für Streams im Netz gibt, werden zum Anschauen diverse Player benötigt, die häufig bereits auf den Rechnern vorinstalliert sind. Ist dies nicht der Fall, müssen die vier wichtigsten Abspiel-Programme - der Windows Media Player, der Quicktime Player, der VLC Media Player und der Real-Player - oder entsprechende Alternativen auf den jeweiligen Websites der Anbieter herunter geladen werden. Jetzt ist das Fernsehen ein Kinderspiel: man geht auf die Website des jeweiligen TV-Senders, beispielsweise den deutschen Entertainment-Sender Giga TV, klickt den Button "Livestream" an und schon öffnet sich der Player und überträgt nach einer kurzen Zwischenladezeit ("Buffering") das TV-Programm.

Neben Kabel- und Satellitenprogrammen, die ihre Programme 1:1 im Netz streamen, gibt es inzwischen alleine aus Deutschland Hunderte spezielle Sparten-TV-Sender, die ausschließlich im Netz zu empfangen sind. Der Münchner Internet-TV-Dienstleister Grid TV etwa beheimatet alleine über 200 Sender zu unterschiedlichen Interessensgebieten, von Auktionshaus-TV bis Zahnheilkunde-TV.

Video-Live-Streaming:

Da die Streams der Sender oft nicht einfach im Netz zu finden sind, haben sich inzwischen mehrere Portalanbieter und Web-TV-Suchmaschinen im Internet gegründet. Vom Global Internet TV Portal [Link entfernt] etwa sind sage und schreibe über 9 000 TV-Sender aus aller Welt, geordnet nach Ländern und Sparten wie Sport oder Musik, aufrufbar. Ein deutscher Portalanbieter ist Onlineglotze.tv [Link entfernt] . Hier können die Streams der TV-Sender angeschaut werden, ohne dass der Internetsurfer extra auf die Webseiten der Anbieter gehen muss.

Trotz dieser Riesenauswahl fehlen einige Sender wie zum Beispiel RTL oder Sat.1. Grund: häufig besitzen die TV-Veranstalter nur Senderechte für ein Land, was eine weltweite Verbreitung per Livestream im Netz ausschließt. Sender, die Kino-Blockbuster ausstrahlen, findet man also im Netz eher selten. Die meisten TV-Programme bieten Eigenproduktionen wie Dokumentationen oder Ratgeber für die unterschiedlichsten Zielgruppen an.

Video on Demand und Mediatheken: So wird man selbst zum Programmdirektor

Maxdome Neben dem Livestreaming, wo TV-Programme 1:1 im Netz gestreamt werden, bieten viele TV-Sender auch einzelne Sendungen auf Abruf an. Genannt wird dieses Verfahren Video-on-Demand. Der Vorteil für die TV-Zuschauer: sie können sich Sendungen nach Lust und Laune anschauen, wann immer sie wollen. Der Zuschauer wird zum Programmdirektor. Ein solches Angebot bietet etwa der Musiksender MTV mit dem Videoportal MTV Overdrive [Link entfernt] . Hier stehen Sendungen aus dem MTV-Archiv, aber auch Musikvideos zum Abruf bereit.

Besonders umfangreich ist das Angebot der ZDFmediathek, ein Online-Video-Angebot des Zweiten Deutschen Fernsehens. Über die Website kann auf einen Großteil bereits gezeigter Sendungen der vergangenen Monate in voller Länge zugegriffen werden. Zusätzlich werden weitere Informationen und Verknüpfungen angeboten. In der Mediathek sind zahlreiche archivierte Sendungen des ZDF mittels Videostream anschaubar. Vereinzelt werden auch Sendungen zunächst exklusiv im Onlineangebot bereitgestellt.

Alle Inhalte stehen prinzipiell weltweit zur Verfügung. Jedoch werden - von den rechtlichen Bestimmungen abhängig - manche Sendungen anhand der IP-Adresse auf den deutschsprachigen oder den europäischen Raum begrenzt. Die Sendungen sind über diverse Video-Player abspielbar (Windows Media Player, VLC Media Player oder Quicktime) und werden in verschiedenen Qualitätsstufen angeboten. Dementsprechend kann die schlechteste Qualitätsstufe auch über eine Modem- oder ISDN-Verbindung abgerufen werden, für höhere Qualitätsstufen sollte es idealerweise eine Breitband-Verbindung sein.

Nach dem ZDF startete auch die ARD mit einer eigenen, wenn auch weit weniger umfangreichen Mediathek. Der Westdeutsche Rundfunk bietet mit der WDR Mediathek ein separates regionales Video-Portal an.

Warum zum Beispiel bei YouTube ganze TV-Sendungen online angeschaut werden können, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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