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Vodafone: Verwirrung um Bandbreiten-Reduzierung bei Flatrate

Pressestelle: "Für Altkunden ändert sich nichts."

Wie berichtet haben T-Mobile und Vodafone die Konditionen für ihre mobilen Internet-Flatrate-Tarife zum 1. August verschlechtert. Die Flatrate zur Nutzung des mobilen Internet-Zugangs über GPRS, EDGE, UMTS und HSPA bleibt erhalten. Allerdings reduzieren beide großen deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber die Bandbreite für Vielnutzer.

Für Kunden, die ihre Flatrate vor dem 1. August gebucht haben, erfolgt die Performance-Einschränkung ab einem Verbrauch von 10 GB im jeweiligen Abrechnungszeitraum. Seit Anfang August erfolgt die Begrenzung auf 64 kBit/s schon nach 5 GB Transfervolumen im Monat. Lediglich Bestandskunden, die bis Ende Juli den Tarif gebucht haben, behalten ihre bisherigen Konditionen.

Falsche Daten bei der QuickCheck-Abfrage

Leser machten uns nun darauf aufmerksam, dass ihnen bei der QuickCheck-Abfrage, über die die Kunden eine Kontrolle über ihre Mobilfunk-Nutzung behalten sollen, auch dann eine Bandbreiten-Reduzierung ab 5 GB Übertragungsvolumen angezeigt wird, wenn das Angebot vor dem 1. August gebucht wurde. Dies wäre eine Verschlechterung der Vertragsbedingungen für die Kunden.

Die Vodafone-Pressestelle stellte auf Anfrage von teltarif.de allerdings klar, dass sich die Vertragsbedingungen für Bestandskunden nicht ändern. Allerdings könne die QuickCheck-Anzeige noch nicht zwischen Neu- und Altkunden unterscheiden. Daher bekämen derzeit alle Nutzer der Internet-Flatrate eine Bandbreiten-Drosselung ab 5 GB angezeigt. Das habe auf die tatsächliche Abrechnung jedoch keine Auswirkung, wie die Pressestelle weiter bestätigte. Vodafone arbeite bereits an einer Lösung für diese missverständliche Angabe über den QuickCheck.

E-Plus und o2 begrenzen die Bandbreite ab 10 GB Übertragungsvolumen

Während T-Mobile und Vodafone die Konditionen für die mobilen Flatrates verschlechtert haben, bleibt o2 bei der 10-GB-Grenze für die Limitierung der Performance des mobilen Internet-Zugangs zum Pauschaltarif. Zum 1. Oktober wurde diese Regelung auch für die neue Online-Flatrate auf Prepaid-Basis übernommen.

Bei E-Plus gab es bis Ende September keine Performance-Einschränkungen für Vielnutzer der Internet-Flatrate. Allerdings bietet das Netz derzeit auch nur die "herkömmliche" UMTS-Geschwindigkeit von maximal 384 kBit/s. Ende des Jahres soll punktuell HSDPA eingeführt werden. Zum 1. Oktober hat auch Deutschlands drittgrößter Mobilfunk-Netzbetreiber eine Bandbreiten-Reduzierung ab einem Datenverbrauch von 10 GB im Monat eingeführt.