Angetestet

Erste Eindrücke vom Edel-Netbook EeePC S101 von Asus

EeePC S101 veredelt die Klasse der Eee-PCs
Von Jan Rähm /

Der neueste mobile Vertreter der Eee-PC-Reihe ist der erste, der sich an ein Publikum richtet, das Wert auf hochwertiges Design legt und bereit ist, ein wenig mehr zu bezahlen. Das ist auch nötig: Der EeePC S101 soll 599 Euro kosten und ist damit fast doppelt so teuer wie sein Urahn, der Eee-PC 701 4G. Damit verlässt die Eee-PC-Reihe das Segment der Netbooks und greift das der Subnotebooks an. teltarif konnte sich auf der Präsentation in Hamburg einen ersten Eindruck von dem Gerät machen.

Asus Eee PC S101

Der EeePC S101 ist ein nur ein Kilogramm leichtes Netbook geworden. Sein Innenleben gleicht mit dem Intel Atom-Prozessor N270 mit 1,6 GHz, 1 GB Arbeitsspeicher und 16 GB Flash-Festplatte dem anderer Netbooks. Was ihn von seinen Verwandten der kleinesten Notebook-Klasse unterscheidet, ist die "Verpackung". Er ist mit 1,8 cm angenehm schlank und fühlt sich sehr hochwertig an. Der direkte Vergleich mit den Modellen 900A, 901 und 1000H zeigt: Der neue ist eine wirklich flache Flunder. Die nahen Verwandten wirken schon fast plump. Was das Handling noch angenehmer macht, ist die Handballenauflage. Sie besteht aus eloxiertem Edelstahl. Aus dem gleichen Material bestehen auch die sehr robust wirkenden Scharniere. Die Wertigkeit und der edle Eindruck wird von der Farbgebung noch unterstützt. Es gibt den EeePC S101 in Braun, Champanger und Schwarz-Graphit.

Schnell und viel Schreiben ist kein Problem mehr

Das Display des EeePC S101 misst 10,2 Zoll - ein weiteres Indiz, dass die Netbooks nun in Richtung der Subnotebooks streben. Dessen Display-Diagonalen liegen in der Regel bei 11 Zoll. Beim EeePC S101 löst der matte Monitor klassentypisch mit 1024 mal 600 Pixel auf. Er ist unter dem grauen Hamburger Himmel sehr gut ablesbar und erscheint recht hell. Wie es sich bei direkter Sonneneinstrahlung verhält, konnten wir aufgrund dichter Wolken vor Ort nicht herausfinden.

Eine Besonderheit des neuen Asus ist seine Tastatur. Diese hat in etwa die gleichen Ausmaße, wie die Tastatur vollwertiger Notebooks. Ein erster Test beweist: Schnell und viel Schreiben ist damit kein Problem mehr. Der Druckpunkt ist angenehm und deutlich spürbar. Als weiteres Eingabegerät besitzt der EeePC S101 ein großes Touchpad, das Multitouch-Fähigkeiten mitbringt - ähnlich jenen, die beispielsweise Apple in seinen Notebooks verbaut. Damit können einige Funktionen einfach per Geste mit einem oder mehreren Fingern ausgeführt beziehungsweise ausgelöst werden. Während Scrollen noch zum Standard-Reportoir eines jeden Notebooks gehört, kann der Anwender mit den Multitouch-Pads beispielsweise mit zwei Finger vergrößern und verkleinern. Das funktionierte auf dem von uns getesteten Windows-Modell sehr gut, unter Linux waren nur die Standard-Funktionen nutzbar. Hier soll mit einem überarbeiteten Treiber noch nachgebessert werden, versprach der Asus-Sprecher.

16-GB-SDHC-Speicherkarte als kostenlose Zugabe

Mit seiner 16 GB großen Flash-Festplatte folgt der EeePC S101 dem Trend größer werdender Speicherkapazitäten auf den Netbooks. Dabei bietet die Flash-Festplatte - die Solid State Disk kurz SSD - bei geringem Gewicht hohe Robustheit. Zusätzlich zum verbauten Massenspeicher liegt dem neuen Gerät eine SDHC-Speicherkarte mit zusätzlichen 16 GB Fassungsvermögen bei. Damit hat der Anwender insgesamt 32 GB Speicherplatz zur Verfügung. Als weiteren Speicher bietet Asus seinen Eee-Kunden den sogenannten Eee-Storage an. Hinter dieser Bezeichnung verstecken sich 20 GB Online-Speicherplatz im Internet.

Zur weiteren Ausstattung des EeePC S101 gehören eine Webcam, die mit nur 0,3 Megapixel auflöst. Hier wäre mehr drin gewesen - vor allem angesichts des recht hohen Preises. Zum Vergleich: Der Eee-PC 901 hat eine Webcam mit 1,3 Megapixel bei unter 400 Euro. Die Kommunikationsausstattung ist erwartungsgemäß vollständig: Zum WLAN a/b/g/n gesellt sich ein herkömmlicher Fast-Ethernet-Anschluss - in unserem Testsample war es sogar Gigabit-Ethernet. Gefunkt wird außerdem über Bluetooth 2.0.

Mit dem EeePC S101 hat Asus die Klasse der Eee-PCs veredelt

Der erste kurze Test in Hamburg zeigt: Mit dem EeePC S101 hat Asus die Klasse der Eee-PCs veredelt. Auch wenn noch ein Vorserienmodell, kann das hier gezeigte Gerät bereits überzeugen - und das sowohl unter Linux als auch unter Windows. Dem Anspruch ein Luxus-Netbook zu bauen, kann Asus durchaus genügen. Dafür geht auch der verhältnismäßig hohe Preis von 599 Euro in Ordnung.

Weitere Meldungen zum Asus EeePC und anderen Netbooks