Handy-Dienste

Mobile Dienste für das Handy: Zeitsparend und bequem

Von Bahn- und Flugtickets über Handy-Porto bis zum Mobile Banking
Von Marc Kessler
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Telefonieren, SMS-Verschicken, auch mal Surfen im mobilen Internet. Diese Funktionen nutzen mittlerweile sehr viele Handybesitzer. Doch vielen von ihnen sind spezielle Angebote und Dienstleistungen für das Handy noch immer unbekannt - auch weil sie nicht immer energisch beworben werden.

In diesem Artikel wollen wir Ihnen Handy-Dienste vorstellen, mit denen Sie Zeit, Aufwand und manchmal auch Geld sparen können. Auf der anderen Seite zeigen wir Ihnen aber auch Einschränkungen und Grenzen mobiler Services wie die Buchung von Bahn- und Flugtickets, von Handy-Porto, Handyparken sowie mobilem Banking per Handy.

Nur eingeschränktes Ticket-Sortiment bei der Bahn

Die Deutsche Bahn bietet mit ihrem Handyticket zwar eine einfache, aber auch deutlich eingeschränkte Möglichkeit an, Tickets per Handy zu kaufen und diese direkt auf das Gerät senden zu lassen. Wer sich nach vorheriger Anmeldung im Internet auf dem Mobilportal der Bahn einloggt, kann dort Tickets zum Normalpreis mit oder ohne Bahncard-Ermäßigung buchen. Mehr aber auch nicht. Tickets zum Sparpreis 25 oder 50, zum Dauerspezial oder anderen Aktionsangeboten können nicht gebucht werden, ebenso nicht für Strecken unter 51 Kilometern oder innerhalb von Verkehrsverbünden.

Das erworbene Ticket wird als 2D-Barcode - auch QR-Code genannt - per MMS auf das Handy geschickt und kann vom Zugbegleiter mit dessen Lesegerät überprüft werden. Vor dem Ticketkauf kann auf der mobilen Buchungsseite der Bahn zudem sicherheitshalber eine Test-MMS verschickt werden.

Daneben betreibt die Bahn mit Touch&Travel ein Pilotprojekt im Fern- und Regionalverkehr zwischen Berlin und Hannover sowie in den Stadtgebieten von Potsdam und Berlin. Mittels Near Field Communication (NFC) kann an sogenannten Touchpoints drahtlos eine Fahrt begonnen oder beendet werden. teltarif.de hat das System Ende Februar bereits vorgestellt. Ab Dezember 2008 beginnt - nach vorherigem, nur simulierten Betrieb - nun eine reale Testphase mit zunächst 500 Kunden.

Lufthansa: Per mobiler Bordkarte papierlos ins Flugzeug

Bei der Deutschen Lufthansa funktioniert die Buchung eines Fluges ähnlich wie bei der Bahn: Voraussetzung ist ein vorhandenes Profil, das auf der Website des Kranichs angelegt werden kann. Alternativ funktioniert die Buchung auf mobile.lufthansa.com auch nur per Miles&More-Karte samt PIN. Das Ticket wird hier zunächst als Buchungsnummer angezeigt und zur Bestätigung als Mail versandt.

Die mobile Bordkarte der Deutschen Lufthansa Zum Check-In kann der Kunde ab 23 Stunden vor Abflug über dasselbe Portal einchecken und mittels eines virtuellen Sitzplans gleich einen noch freien Sitzplatz auswählen. Nach Abschluss des Check-In wird das Ticket dann ebenfalls per 2D-Barcode an das Handy gesendet.

Dieser Barcode fungiert dann als mobile Bordkarte, mit der das Flugzeug völlig papierlos am Gate des Flughafens betreten werden kann. Dazu wird das Handy mit angezeigtem QR-Code und bei aktivierter Hintergrundbeleuchtung des Displays einfach über die an den Lufthansa-Gates angebrachten Scanner gehalten.

MMS-Check-In bei Air Berlin

Auch bei Air Berlin erfreut sich die 2D-Bordkarte steigender Beliebtheit: Hier wird unter dem Label MMS-Check-In der mobile Check-In-Service angeboten. Kunden erhalten bis zu 30 Stunden vor Abflug eine Einladungs-SMS, die einfach rückbestätigt werden muss. Nach erfolgtem Check-In wird die Bordkarte dann per MMS als QR-Code auf das Handy des Kunden geschickt. Damit kann er, wie bei Lufthansa auch, am Flughafen papierlos bis zum Gate gehen und nach erfolgtem Einscannen das Flugzeug besteigen.

Die mobile Flugbuchung ist bei Air Berlin nur über die etwas eingeschränkte WAP-Plattform unter wap.airberlin.com möglich, der Check-In funktioniert hierüber jedoch nicht. WAP-Buchern steht - wie Online-Buchern auch - der MMS-Check-In zur Verfügung.

Bei beiden Fluggesellschaften gilt: Wer ein älteres, nicht-MMS-fähiges Handy besitzt, kann zwar mobil oder per SMS einchecken, muss sich seine Bordkarte aber am Check-In-Automaten, per Ausdruck zuhause oder am Schalter besorgen.

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