Tower Tube

Ericsson testet windbetriebene Mobilfunk-Basisstation

Netzwerkausrüster Ericsson setzt auf Windenergie
Von Marie-Anne Winter
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Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson hat ein Konzept für Mobilfunk-Basisstationen vorgestellt, die mit Windenergie betrieben werden. Dabei werden die Mobilfunk-Basisstationen in einen Betonturm, die so genannte Tower Tube [Link entfernt] integriert. Auf diese Weise soll der Betrieb im Vergleich mit herkömmlichen Basisstationen viel umweltfreundlicher und energiesparender sein. Die Technik wurde gemeinsam mit dem Windenergie-Spezialisten Vertical Wind [Link entfernt] und der Universität Uppsala in Schweden entwickelt. Jetzt möchte Ericsson in einem Feldversuch herausfinden, ob sich die Technik tatsächlich als preiswerte Kommunikationslösung bewähren wird.

Die Windturbine im Innern der Betonröhre wird von vier vertikal angeordneten Rotorblättern angetrieben, die jeweils fünf Meter lang sind. Durch die vertikale Anordnung der Rotorblätter sinke die Last auf den Turm. Die Tower Tube von Ericsson Die Turbine soll sehr leise laufen und die ebenfalls im Innenraum eingebaute Basisstation mit Strom versorgen. Im Test soll sich zeigen, ob das Design der Tower Tube tatsächlich mit der eingebauten Technik harmoniert.

Die neuen Basisstationen sollen 40 Prozent des Energieverbrauchs von herkömmlichen Mobilfunk-Basisstationen einsparen und damit Kosten und den Kohlendioxid-Ausstoß senken. Auch das Baumaterial selbst soll umweltfreundlicher sein, weil der verwendete Beton im Vergleich mit dem sonst für den Bau benötigten Stahl für die Produktion und den Transport rund 30 Prozent weniger Energie verbrauche.

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