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Kostenloses PC-Tuning: Gratis-Programme für Windows

Nicht jede Freeware sollte bedenkenlos installiert werden
Von Peter Reelfs / Björn Brodersen

Mit einem neuen Windows-PC ist meist nicht viel los. Um richtig Spaß damit zu haben und ordentlich arbeiten zu können, fehlt in der Regel gute Software. Für die ersten Schritte bieten sich die Programme an, die Microsoft dem Betriebssystem mit auf den Weg gibt. Auf lange Sicht sind die aber nicht ausreichend. So fehlt etwa wichtiger Virenschutz und auch die Windows-Firewall arbeitet nur rudimentär. Manch einer möchte zudem am liebsten gar keine Microsoft-Programme einsetzen, sondern zieht Alternativ-Anwendungen anderer Anbieter vor. Das gilt für Webbrowser und E-Mail-Programm genauso wie für die Textverarbeitung. Zum Glück muss man nicht ein weiteres Mal in die Tasche greifen, denn für nahezu jeden Anwendungsbereich gibt es gute und vor allem kostenlose Programme im Internet. Wir stellen Ihnen einige Gratis-Programme für den Windows-PC vor und erklären Ihnen, worauf Sie bei der Nutzung von sogenannter Freeware achten müssen.

Die wichtigsten Gratis-Programme

Welche Programme eignen sich für einen neuen PC am besten? Gleich nach dem Auspacken sind Computer in der Regel komplett ungeschützt. Daher steht an oberster Stelle: Unmittelbar nach dem Einschalten den Virenschutz installieren. Hier bietet sich das kostenlose AntiVir an. Das Programm schützt vor Viren, Dialern, Rootkits und gegen Phishing. Eine schlanke Alternative für diejenigen, die ihren PC vor Viren und Spyware schützen, auf Zusatzfeatures aber verzichten können, ist das Anti-Viren-Programm BitDefender Antivirus 2009.

Gleich danach sollte eine Firewall wie Zonealarm den Schutz komplettieren. Sie jobbt quasi als Türsteher und wehrt Hacker und Schnüffelprogramme ab. Jedes Programm, das Zugriff über das Internet auf den Computer haben möchte, benötigt dazu die Erlaubnis der Firewall. Gleiches gilt für Programme auf der Festplatte, die Kontakt zum Internet suchen.

Alternativen zum Internet Explorer: Firefox und Opera

Open Office Erst jetzt sollte die Suche nach weiteren Programmen beginnen. Zum Surfen im Web bieten sich beispielsweise Mozillas Browser Firefox oder der Opera an. Der Firefox-Browser unterstützt Tabbed Browsing, öffnet also neue Webseiten im selben Fenster unter einem neuen Reiter. Er kann Popup-Fenster unterdrücken und dank Anti-Phishing-Filter, gefälschte Webseiten erkennen. Er abonniert RSS-Feeds und der Funktionsumfang ist per Add-ons erweiterbar. Die neue Opera-Version 9.6 bietet gegenüber den Vorgängerversionen neue Funktionen: Opera ermöglicht es jetzt, selbst eingerichtete Suchmaschinen und den getippten Verlauf von jedem Ort aus zu nutzen.

Aus dem Hause Mozilla ist auch der E-Mail-Client Thunderbird. Er bietet sich als Ersatz für Windows Mail und Outlook Express an. Praktisch: Thunderbird übernimmt die Einstellungen der anderen Programme automatisch. Das macht den Umstieg auch für ältere PCs leicht. Komfortabel: Das Programm eignet sich auch als Newsreader für Newsgroups.

Wer gerne chattet und Telegramme verschickt, findet in Miranda IM ein hervorragendes Programm. Es unterstützt neben dem MSN-Protokoll auch ICQ, AIM, Yahoo, Jabber, IRC und andere. Zudem lässt sich der Funktionsumfang mit Add-ons erweitern. Selbst Dateien lassen sich darüber zu Gesprächspartnern übertragen. Ein anderer Multi-Protokoll-Messenger, der mehrere Chat-Dienste in einem Programm vereinigt, ist Trillian [Link entfernt] , der in der Basic-Version kostenfrei heruntergeladen werden kann. Miranda IM wurde im Gegensatz zu Trillian auf Basis der freien GPL-Lizenz veröffentlicht. Daher wird der Messenger von Programmieren immer weiter perfektioniert und mit neuen kostenlosen Plugins ausgestattet, die unter anderem das Aussehen des Messengers anpassen, neue Funktionen hinzufügen oder die Benutzung weiterer Messaging-Dienste zulassen.

Miranda ermöglicht auch über Plugins auch die zentrale Verwendung der kostenfreien VoIP-Software Skype. Dazu muss die VoIP-Software jedoch im Hintergrund laufen. Untereinander telefonieren Skype-Nutzer kostenfrei. Ein solcher kostenloser VoIP-Chat ist auch unter Nutzern des Instant Messengers Google Talk möglich. Sowohl für Skype als auch für Google Talk benötigt der Nutzer ein Headset oder ein kompatibles Telefon.

Kostenlose Media- und Musikplayer

Verzichten können Windows-PC-Nutzer auch auf den vorinstallierten Windows Media Player von Microsoft. Ein sehr guter Ersatz ist das Programm VLC Media Player. Es spielt DVDs, Videos und Musik, beherrscht nahezu alle gängigen Codecs und ist somit dem Windows-Programm überlegen. Weiterer Vorteil: Der VLC Media Player kann als Streaming-Server arbeiten und Videos und Musik an andere Netzwerk-PCs streamen. Wer nur Musik hören, brennen und verwalten möchte, findet in Apples iTunes ein leistungsfähiges Programm, fürs Musikhören eignet sich auch der Player Winamp, der Flash-Videos sowie die Wiedergabe und Verwaltung von Musik auf einem Apple iPod unterstützt. Für die Aufnahme und das Schneiden ist Audacity eine gute Wahl.

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