Hochzeit

Gerücht: Microsoft will Blackberry-Hersteller RIM übernehmen

Software-Gigant könnte sich besser gegen Google und Apple positionieren
Von Ralf Trautmann

Der Krise an den Aktienmärkten befördert ein neues Gerücht: Microsoft könnte RIM, den Hersteller der Blackberrys, übernehmen. Dies lässt zumindest die Nachrichtenagentur Reuters verlauten, die sich auf einen Analysten der Investment-Firma Canaccord beruft. Vor vier Monaten sei die RIM-Aktie noch über 148 Dollar wert gewesen, dann allerdings durch die Finanzkrise und schlechte Firmenzahlen unter Druck geraten und nun nur noch rund 60 Dollar wert. Damit liege der Kurs für Microsoft allerdings noch nicht tief genug: Die Aktie müsse auf 40 Dollar fallen, damit Microsoft 50 Dollar als "Premium Gebot" abgeben könne, dem Investoren schwer wiederstehen könnten. Der Canaccord-Analyst ist sich laut Reuters aber "recht sicher", das von Seiten Microsofs bereits ein Angebot bestehe, "sie für 50 Dollar zu kaufen". Finanziell wäre der Deal für Mircosoft ohne Kreditaufnahme stemmbar.

Mircosoft käme eine solche Übernahme gelegen, um sich im Kampf gegen Googles Vorstoß in den Mobilfunk-Sektor und anderseits gegen Apples iPhone besser zu positionieren: Der Software-Riese könnte damit auf einen Schlag rund 20 Millionen Blackberry-Nutzer zu übernehmen. Microsoft hat laut Reuters keinen Kommentar zum Gerücht abgegeben, Spekulationen über eine solche Übernahme habe es in der Vergangenheit schon öfter gegeben.