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Toshiba wird Brennstoffzellen-Handy auf den Markt bringen

Akkulaufzeit wird gegenüber Li-Ion-Akkus vervielfacht
Von Anja Zimmermann
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Innerhalb der kommenden Monate will der Elektronikkonzern Toshiba ein Mobiltelefon auf den Markt bringen, das seine Energie aus einer Brennstoffzelle bezieht. Dies berichtet das Technikportal Tech-On unter Berufung auf Aussagen der Mitarbeiter des Unternehmens auf der CEATEC JAPAN 2008. Obwohl Toshiba den Prototypen schon zu diversen Anlässen gezeigt hat, ist es das erste Mal, dass das Unternehmen einen konkreten Zeitrahmen für einen Marktstart genannt hat. Dieser soll noch im laufenden Finanzjahr, das für Toshiba im März 2009 endet, über die Bühne gehen, heißt es. Der aktuell gezeigte Prototyp basiert auf dem W55T und nutzt eine Methanol-Brennstoffzelle, die mit einer Kartusche aufgefüllt wird.

Brennstoffzellen-Handy von Toshiba
Quelle: Tec-On
Die Brennstoffzellentechnik sei in dem Mobiltelefon unter der Tastatur verbaut, wodurch das Gerät insgesamt etwas dicker werde. Als primärer Energielieferant ist eine Lithium-Ionen-Batterie verbaut, die durch die alternative Energietechnik aufgeladen wird. Die Laufzeit des Geräts werde dadurch verdoppelt. Die für den Betrieb notwendige Flüssigkeit liefert Toshiba in Einheiten zu 50 Milliliter. Dies reiche aus, um das Handy etwa zehn Mal voll zu tanken. Der Brennstoff besteht zu 99,5 Prozent aus Methanol. Die Kosten pro Einheit würden üblicherweise bei einigen Hundert Japanischen Yen liegen, allerdings habe Toshiba den Preis auf 100 Yen (72 Cent) drücken können, berichtet Tech-On.

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