Test

Das WLAN-Radio IPdio Mini von dnt im Test

Schnelle Inbetriebnahme und große Sendervielfalt

Wie berichtet erfreuen sich so genannte WLAN-Radios, mit denen Hörfunkprogramme aus dem Internet auch ohne den PC empfangen werden können, einer immer größeren Beliebtheit. Dazu trägt nicht nur die immer größere Sendervielfalt bei. Auch die Gerätepreise werden zusehends attraktiver. So sind die günstigsten Webradio-Empfänger schon zu Preisen unter 100 Euro zu bekommen.

Zu den günstigsten Geräten zählt derzeit das IPdio Mini von dnt. Der Hersteller bietet das Radio in seinem Onlineshop für 109 Euro an. Bei anderen Online-Händlern ist es aber auch schon für unter 100 Euro zu bekommen. Wir wollten wissen, was dieses Radio zu leisten vermag und unterzogen es einem Test. IPdio Mini: Die ganze Welt im Radio
Foto: dnt

IPdio Mini kann auch als Radiowecker genutzt werden

Das IPdio Mini ist mit seinen 164 mal 98 mal 98 Millimetern recht klein. Es findet neben der HiFi-Anlage im Wohnzimmer genauso Platz wie in der Küche oder im Schlafzimmer, wo es dank Uhr mit Sleep-Timer- und Weck-Funktion auch als Radiowecker eingesetzt werden kann.

Auf der linken Seite befindet sich der Lautsprecher, rechts oben ist das Display zu finden. Darunter gibt es die Bedienelemente, wobei dnt auch eine kleine Fernbedienung mitliefert, so dass sich das Radio auch aus einigen Metern Entfernung steuern lässt. Auf der Rückseite ist der Anschluss für das mitgelieferte Stecker-Netzteil zu finden. Außerdem gibt es hier einen Kopfhörer-Anschluss und den Line-Ausgang, mit dem sich das Radio an die HiFi-Anlage anschließen lässt. Wird diese Möglichkeit genutzt, so wird der eingebaute Lautsprecher automatisch stummgeschaltet.

Netzverbindung nur über WLAN möglich

Das Gerät verfügt über keinen LAN-Anschluss, so dass die Internet-Verbindung zwingend über ein WLAN-Netz hergestellt werden muss. Die Antenne befindet sich im Gehäuse. Trotz der Abschirmung durch das Gehäuse ist der WLAN-Empfang recht gut. Im Menü findet sich auch ein Punkt, der Aufschluss über die Signalstärke des gerade genutzten Funknetzes gibt. Über die Fernbedienung lassen sich 99 Sender speichern
Foto: dnt

Vor der ersten Inbetriebnahme muss das IPdio Mini mit dem eigenen WLAN-Netz gekoppelt werden. Dazu wird nach dem Einschalten des Radios ein automatischer Suchlauf durchgeführt. Anschließend kann das gewünschte Netz ausgewählt und gegebenenfalls der Netzwerkschlüssel eingegeben werden. Unterstützt werden die Verschlüsselungsprotokolle WEP, WPA und WPA2.

Danach kann es auch schon losgehen und man kann durch die Sendervielfalt "surfen". Die Sender-Datenbank wird bei jedem Zugriff auf den jeweiligen Menüpunkt neu geladen, so dass der Nutzer immer eine aktuelle Stationsliste zur Verfügung hat. Sortiert sind die Programme wahlweise nach Kontinenten und Ländern oder nach Programmsparten.

Umfangreiche Sender-Datenbank verfügbar

Das dnt IPdio Mini greift auf die Datenbank des englischen Unternehmens Reciva zurück. Auf der Reciva-Homepage sind dann auch alle Radiostationen zu finden, die mit dem Gerät schon von Hause aus empfangbar sein müssten. In der Praxis stellten wir allerdings fest, dass nicht alle auf der Homepage gelisteten Sender auch wirklich vom IPdio Mini eingelesen werden.

Ist ein gewünschtes Programm nicht vorhanden, so kann dies vom Kunden auch selbst nachprogrammiert werden. Dazu gibt es gleich zwei Möglichkeiten. Einmal kann die Station über die Homepage als Vorschlag für die offizielle Reciva-Liste eingereicht werden. Dann kann es allerdings eine Weile dauern, bis der Datenbank-Betreiber den Vorschlag prüft und das Programm in die öffentliche Liste aufnimmt.

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