Multimedia-Navis

Multimedia-Navis: Mehr als nur Navigation

Moderne Geräte bieten fast alles - bis hin zum Surfen im Internet
Von Marc Thorwartl / Marc Kessler

Deshalb haben einige Hersteller nach unterschiedlichen Methoden gesucht, um das im Fahrzeug bereits fest installierte bordeigene Lautsprechersystem für Routenanweisungen, Musikübertragungen oder Telefonate zu nutzen. Dabei haben sich zwei Varianten durchgesetzt: Blaupunkt oder VDO Dayton setzen auf eine feste Verbindung per Adapterkabel zwischen PND und Radio. Der Vorteil: Ideal aufeinander abgestimmte Geräte, die eine einwandfreie Funktion gewährleisten. Der Nachteil: Meist lassen sich Navigationsgeräte nur an Radios der eigenen Marke anschließen - der Versuch, einen VDO-PND mit einem Blaupunkt-Radio zu koppeln, ist zum Scheitern verurteilt.

Zudem halten bei den Fahrzeugherstellern immer häufiger sogenannte CAN- und MOST-BUS-Systeme Einzug, selbst beim Soundsystem. Hier übernehmen Lichtleiter die Connectivity, mit Standard-Kabelanschlüssen sieht es düster aus. Weiterhin ist der Zeitaufwand, der bei Verwendung eines Adapterkabels für den fachmännischen Einbau aufgebracht werden muss, nicht zu unterschätzen. Das Medion P5435 hat zusätzlich
einen FM-Transmitter
Foto: Medion
Den klassischen DIN-Schacht mit einfachen Anschlussmöglichkeiten gibt es heute schon bei Fahrzeugen der unteren Mittelklasse kaum noch. Das Kalkül der Autohersteller ist klar: Man will die eigenen, im Vergleich zum freien Markt meist deutlich teureren Werkslösungen verkaufen und Eigeneinbauten der Kunden möglichst unterbinden bzw. diese an eine Markenwerkstatt verweisen.

Einfacher geht es da mit der FM-Transmitter-Variante. Im Navigationsgerät ist eine kleine Sendeanlage mit geringer Reichweite integriert. MP3-Files oder Telefonate werden auf einer freien MHz-Frequenz in den Wageninnenraum abgestrahlt. Das Radio wird einfach auf diese Frequenz eingestellt und schon ist die Übertragung gewährleistet. Diese Technik bieten unter anderem Garmin bei seiner TFM-Serie oder Medion bei seinen beiden neuesten Sprösslingen GoPal P5235 und P5435.

VDO Dayton als Erster mit Fernsehen auf dem Navi

Selbst vor dem digitalen Fernsehen machen die PNDs mittlerweile keinen Halt mehr. DVB-T auf 5,6 Zoll -
PN 6000 von VDO Dayton
Foto: VDO Dayton
Als erster Hersteller zeigte VDO Dayton Ende letzten Jahres seine mobilen Navigationsgeräte PN 4000 und PN 6000, die einen DVB-T-Empfänger integriert haben. Je nach Empfangsgebiet zeigen diese die gesamte Palette der Sender entweder auf einem 4,3 Zoll-Display (PN 4000) oder gar 5,6 Zoll großen Monitor (PN 6000).

Der Trend zum großformatigen DVB-T-Fernsehen hat allerdings Nachahmer auf den Plan gerufen. Auf der CeBIT 2008 stellte Garmin ebenfalls einen PND mit DVB-T-Empfang vor, der allerdings nur für den italienischen Markt geplant war. Im Sommer legte das taiwanesische Unternehmen Mio nach und zeigte auf der Berliner IFA mit dem Mio C728 ein Navigationsgerät mit gewaltigem 7-Zoll-Display und DVB-T, das im November auf den Markt kommen soll. Diese Größe äußert sich jedoch auch im hohen Gewicht von fast 400 Gramm.

Doch damit nicht genug der multimedialen Fähigkeiten - was das Multimedia-Wunder aus dem Hause Blaupunkt alles kann, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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