Google-Handy

T-Mobile präsentiert das Google-Handy G1

Google-Handy wird von HTC gebaut und weist einige Parallelen zum iPhone 3G auf
Von Marie-Anne Winter
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Bei der offiziellen Vorstellung des sagenhaften Android-Handys G1 bestätigte T-Mobile USA zahlreiche Details, die in den vergangenen Tagen und Stunden bereits auf einschlägigen Internet-Seiten kursierten, nicht ohne sich und die Partner Google und HTC als Pioniere des offen mobilen Internets ins rechte Licht zu rücken. Denn - das war die Botschaft - dem mobilen Internet gehört die Zukunft. Und mit dem G1 kommt der nächste Meilenstein, um dieses voranzubringen. Das Google-Phone
T-Mobile G1

T-Mobile G1

Der Meilenstein G1, in dem immerhin drei Entwicklungsjahre stecken, ist für den einfachen Zugang zu Google-Diensten konzipiert, so können etwa Google Maps, Google Streeview, Google Talk oder Youtube mit einem Klick erreicht werden. Ebenfalls an Bord sind ein Office-Paket, wobei sich die Termine mit dem Google-Kalender synchronisieren lassen, ein WAP- und Web-Browser, ein E-Mail-Client mit Unterstützung für POP3, IMAP4, SMTP, AOL und GoogleMail sowie Instant Messaging mit AIM, MSN, Yahoo! und GoogleTalk. Das GMail-Account ist obligatorisch; dieses Konto ersetzt quasi das iTunes-Account, das der iPhone-Besitzer benötigt, um sein Gerät in Betrieb zu nehmen.

Parallelen zum iPhone 3G

Ähnlich wie das iPhone soll auch das Google-Handy zum Marktplatz für entsprechende Produkte werden. Allerdings heißt der AppStore in diesem Fall Android Market. Das Prinzip ist das gleiche: Es gibt einen speziellen Onlineshop, in dem die Besitzer von ihrem mobilen Gerät neue Programme, Spiele und sonstige Unterhaltungs-Software einkaufen können, die für ihr Smartphone verfügbar sind. Ebenfalls zum Online-Einkauf einladen soll der Amazon-MP3-Store. Mit dieser Start-Applikation lassen sich Musiktitel ohne Kopierschutz aus dem Amazon-Fundus in voller Länge auf das Multimedia-Handy laden - natürlich gegen Bezahlung. T-Mobile G1

Wie wir bereits berichtet haben, handelt es sich bei dem G1 um ein HTC-Smartphone namens Dream. Technische Daten hatten wir in der früheren Meldung schon genannt. Der Traum von einem Handy funkt in den GSM-Netzen im Bereich von 850, 900, 1 800 und 1 900 MHz. Außerdem kann das UMTS-Netz genutzt werden. Dabei steht auch der UMTS-Turbo HSDPA für mobile Datenübertragungen zur Verfügung - bis zu 7,2 MBit/s und auch HSUPA wird unterstützt, sofern das Netz entsprechend ausgebaut ist. Für drahtlose Verbindungen unterstützt das Android-Handy zusätzlich WLAN (802.11b und g) und Bluetooth 2.0, allerdings wird keine Stereo-Audio-Übertragung per Bluetooth unterstützt. Für die mobile Navigation verfügt das G1 über GPS.

Vermarktung in Europa startet Mitte November

Das G1 hat einen Touchscreen im HVGA-Format (480 mal 320 Pixel), der über 65 000 Farben auflöst. Er kann zur Seite geschoben werden, darunter kommt eine QWERTZ-Tastatur zum Vorschein. HTC und Partner setzen in diesem Punkt im Gegensatz zum puristischen iPhone-Konzept auf ein "Sowohl als auch". Die Nutzeroberfläche ist allerdings sehr einfach und benutzerfreundlich gestaltet, sie ermöglicht drag-and-drop-Nutzung von zahlreichen Applikationen und das Hineinzoomen in bestimmte Bereiche. Das Display passt sich jeweils an die Nutzung in Quer- oder Hochformat an.

Die Sprechzeit soll je nach Betriebsmodus bis zu 5 Stunden betragen, die Standbyzeit bis zu 16 Tage. Das Gewicht wird mit 158 Gramm angegeben. Die 3-Megapixel-Kamera scheint ähnlichen Einschränkungen wie beim iPhone unterworfen: Die Videoaufnahme ist trotz aller Youtube-Freundlichkeit nicht möglich.

Kunden von T-Mobile USA können das G1 ab sofort bestellen, in die Läden kommen soll es ab dem 22. Oktober. Die Vermarktung in Europa wird Mitte November starten, zuerst wird das Android-Gerät in Großbritannien, wenig später soll es auch in anderen Ländern erhältlich sein. Das Gerät wird nur mit einem T-Mobile-Laufzeit-Vertrag zu Preisen ab 179 Dollar angeboten, die günstigste Vertrags-Variante soll 25 Dollar monatlich kosten. Das G1 wird mit einem Netz-Lock auf das T-Mobile-Netz ausgeliefert. Die Benutzung von Skype oder iTunes ist mit dem G1 nicht möglich.

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