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Ratgeber: Radio aus aller Welt mit dem WLAN-Empfänger hören

Internetradio-Empfänger inzwischen für unter 100 Euro erhältlich

Das Noxon 2 Audio blieb nicht lange alleine. Das Gerät war noch ohne Lautsprecher ausgestattet und somit eher für die Integration in die HiFi-Anlage gedacht. Erst später lieferte Terratec dann auch Lautsprecher als Zubehör. Das Noxon iRadio kam dagegen mit den gleichen Funktionen und zusätzlich mit einem eingebauten Lautsprecher. Es ist noch heute lieferbar und kostet beim Hersteller 169 Euro.

Deutlich teurer sind das iRadio for iPod und das Noxon 2 Radio for iPod. Beide Modelle bieten Anschlussmöglichkeiten für den MP3-Player aus dem Hause Apple. Allerdings kosten die Geräte stolze 299 Euro.

Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) stellte Terratec Ende August in Berlin mit dem iRadioCube ein neues Noxon-Modell vor. Das Gerät kommt ganz in schwarz sowie in Würfelform daher. Es verfügt über die gleichen Funktionen wie die bekannten Noxon-Modelle. Zusätzlich hat der Hersteller dem Radio ein Empfangsteil für den herkömmlichen terrestrischen UKW-Rundfunk spendiert. vTuner bietet auch ein Software-Radio an

vTuner liefert die Sender-Datenbank

Rund 11 000 Radiostationen aus der ganzen Welt können die Noxon-Radios schon von Hause aus empfangen. Sie greifen dabei auf die Datenbank des amerikanischen Unternehmens vTuner zurück, die auch unabhängig von WLAN-Radios jederzeit im Internet abrufbar ist. Online bietet vTuner auch ein Software-Radio [Link entfernt] zur Installation auf dem PC an, das ebenfalls auf die vor allem für die WLAN-Geräte genutzte Datenbank zugreift.

Die Software-Lösung schlägt mit einem Kaufpreis von 29,95 US-Dollar, umgerechnet also rund 21,50 Euro, zu Buche. Allerdings erfüllt die Installation und Nutzung kostenloser Player-Software wie Winamp, VLC-Mediaplayer oder auch Windows Media Player und Real Player verbunden mit der kostenlos verfügbaren Datenbank von vTuner den gleichen Zweck.

Reciva kann auch Real Audio

Schärfster Konkurrent von vTuner ist das englische Unternehmen Reciva. Auch hier ist die Sender-Datenbank kostenlos online abrufbar. Die Nutzer können noch nicht vorhandene Streams nachtragen lassen. Das sorgt zwar dafür, dass die Sender-Anzahl noch etwas größer als bei vTuner ist. Dafür kommt es aber auch zu doppelten Einträgen einiger Sender - jeweils mit etwas abgewandelter Schreibweise. Empfänger mit Reciva-Chipsatz unterstützen auch Real Audio

Vorteil bei den WLAN-Radios der Hersteller, die mit Reciva zusammenarbeiten: Hier sind auch Programme zu empfangen, die in Real Audio senden. Dafür müssen die Nutzer auf AAC+ verzichten. Die in diesem Format ausgestrahlten Programme können zwar empfangen werden, allerdings nur in "herkömmlichem" AAC. Dadurch klingt ein Programm, das eigentlich in UKW-ähnlicher Qualität sendet, nur noch wie ein Mittelwellensender.

Als Grund für diese Einschränkung nannte Reciva gegenüber teltarif.de ebenfalls die zusätzlichen Lizenzgebühren, die das Unternehmen für AAC+ zahlen müsste. Die Radios würden dadurch entsprechend teurer werden, was von vielen Kunden nicht akzeptiert werden würde. Somit ist auch bei künftigen Firmware-Updates nicht mit der Unterstützung von AAC+ zu rechnen.

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