teltarif hilft

teltarif hilft: o2 buchte über 3000 Euro für Datendienste ab

Anbieter korrigiert Fehler - trotz Daten-Flatrate wurde volumenbasiert abgerechnet
Von Marc Kessler
AAA
Teilen (2)

Wenn einer eine Daten-Flatrate bucht, dann kann er was erleben. Zumindest erlebte teltarif.de-Leser Matthias S. sein blaues Wunder mit dem gleichfarbigen Mobilfunkbetreiber o2. Unser Leser hatte Ende Juni einen Daten-Vertrag o2 Active Data samt Internet-Pack-L abgeschlossen. Der Tarif Internet-Pack-L beinhaltet seit 1. Juli unbegrenztes Datenvolumen, ist also eine Daten-Flatrate.

Die Original-o2-Rechnung von Matthias S. Bei Matthias S. wurde die Datenflat laut o2-Rechnung am 3. Juli geschaltet. Das von ihm übertragene Datenvolumen hätte also zum monatlichen Pauschalpreis abgerechnet werden müssen. Ab dem 9. Juli nutzte unser Leser seine Flatrate dann auch fleißig: Bis zu 2,3 Gigabyte pro Tag liefen dank UMTS und HSDPA über die drahtlose Datenverbindung. So summierte sich die Datenmenge innerhalb von nur zehn Tagen auf knappe 10 GB.

Datenvolumen für mehrere Hundert Euro pro Tag

Ende Juli fand der mobile Datenspaß dann allerdings ein jähes Ende: o2 präsentierte seinem Kunden eine Rechnung über 3185,02 Euro. Statt Datenflat wurde jeder Tag volumenbasiert abgerechnet. So fielen täglich Beträge in Höhe mehrerer Hundert Euro an. Der unglaubliche Betrag wurde vom Münchener Unternehmen einige Tage später auch tatsächlich vom Sparkassen-Konto unseres Lesers eingezogen. Nachdem er den ersten Schock überwunden hatte, legte Matthias S. telefonisch Widerspruch ein - und ließ die Lastschrift prompt zurückbuchen. Die ebenso prompte Reaktion von o2: Sperrung der SIM-Karte.

Nachdem sich Matthias S. an teltarif.de gewandt hatte, ließen wir die Unterlagen o2-Pressesprecher Albert Fetsch zukommen. Der musste nach Prüfung des Vorgangs zugeben, dass es in den ersten Tagen bei der Buchung des neuen Internet-Pack-L zu technischen Problemen gekommen sei, die "auch sofort behoben wurden."

"Zwei oder drei Kunden durchgerutscht"

Im Anschluss seien die Datensätze aller Kunden, die den Tarif in den ersten Tagen bestellt hatten, technisch bereinigt worden. Pro Tag wurden mehrere Hundert Euro berechnet Dennoch - so Fetsch - seien seiner Recherche nach "wohl zwei oder drei Kunden durchgerutscht."

Auch teltarif.de-Leser Matthias S. gehörte zu den mutmaßlich "zwei oder drei Kunden." o2-Pressesprecher Fetsch versicherte im Gespräch, man habe noch einmal eine Bereinigung aller in Frage kommender Kundendaten durchgeführt und alle fraglichen Rechnungen überprüft. Das Kundenkonto von Leser S. sei ausgeglichen worden, zusätzlich erhalte er eine Gutschrift in Höhe von 50 Euro. Auch seine SIM-Karte wurde wieder freigeschaltet.

Mehr zum Thema Schock- und Horror-Rechnungen

Weitere Artikel aus der Serie "teltarif hilft"

Teilen (2)