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Aktuelle Media-Receiver für das TV aus dem Internet

Telekom bietet mit dem Media Receiver 300 das leistungsfähigste Gerät an

Einer der beiden Konkurrenten der Telekom ist das Unternehmen HanseNet mit Alice homeTV. Auch hier wird den Kunden bisher lediglich ein Media-Receiver angeboten: Der ADB 3800 TW beherrscht die Video-Codecs MPEG1, 2 und 4 und kann Signale in herkömmlicher SD- und hochauflösender HD-Qualität empfangen. An Ein- und Ausgängen besitzt der ADB 3800 TW Ethernet (für die Verbindung mit dem DSL-Modem), zweimal SCART zum Anschluss des Geräts an TV und Videorekorder, S/PDIF (optisch) sowie RCA (Chinch) für Audio. Das Gerät ist gleichzeitig ein DVB-T-Receiver und empfängt die Programme des digital-terrestrischen Fernsehens. Wie bei Entertain bietet auch der Alice-Receiver Zugang zu einem breitgefächerten Video-on-Demand-Angebot.

Ein Nachteil für Kunden: Der mitgelieferte Receiver besitzt keine Festplatte; die Aufzeichnung von Sendungen sowie Timeshifting - also zeitversetztes Fernsehen - sind daher nicht möglich. Dies soll sich allerdings bald ändern: HanseNet will - voraussichtlich noch in diesem Jahr - Boxen auch mit Timeshift-Funktion auf den Markt bringen. Die Geräte werden vom Hersteller Sagem stammen. Auch kann der Nutzer der Fernseh-Option von HanseNet zurzeit pro DSL-Anschluss nur eine Set-Top-Box betreiben. Anfang 2009 soll daher auch eine WLAN-Version der Set-Top-Box auf den Markt kommen, die als Zweitgerät eingesetzt werden kann. Voraussetzung für die IPTV-Option von Alice ist jeweils, dass am Anschluss des Kunden eine Datenempfangsrate von 6 MBit/s erreicht wird.

Arcor IPTV: Media-Receiver mit Festplatte kommt zum Jahresende

Der dritte IPTV-Anbieter in Deutschland ist Arcor. Das Frankfurter Unternehmen bot das IPTV-Angebot lange Zeit nur für den PC an und kam erst später mit einem Media-Receiver auf den Markt. Die Set-Top-Box Pirelli Discus IP100-AR bietet ebenso wie bei der Telekom und HanseNet den Zugang zu einer Video-on-Demand-Bibliothek. Timeshifting, also zeitversetztes Fernsehen, ist bisher nur bei ausgewählten Sendern, unter anderem bei Angeboten der ProSiebenSat.1 Media AG, möglich. Der MPEG-2, MPEG-4 und H.246-Decoder unterstützt eine Auflösung bis 1 080 Pixel. Damit ist auch die Pirelli-Box HD-tauglich

Pirelli Discus IP100-AR Das Gerät besitzt unter anderem zwei USB-Anschlüsse, einen HDMI-Anschluss sowie einen S/PDIF zum Anschluss an die HIFI- oder Heimkinoanlage. Ein Nachteil: das Gerät verfügt über keine Festplatte zum Aufzeichnen von Sendungen. Wie ein Arcor-Sprecher jedoch gegenüber Teltarif verriet, soll es zum Jahresende eine neue Set-Top-Box für die IPTV-Kunden geben, die dann auch über eine 160 GB-Festplatte verfügen soll. Bedauerlich ist, dass sowohl das aktuelle Gerät als auch der Nachfolger nicht über eine Schnittstelle zur kabellosen Verbindung mit dem WLAN verfügt. Somit muss in jedem Fall eine Kabelverbindung zum DSL-Anschluss hergestellt werden.

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