Handytest

Das Nokia E66 im Test

Das Smartphone macht sowohl dienstlich als auch privat eine gute Figur
Von Oliver Derr /Anja Zimmermann
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Wie schon das Nokia E65 ist auch das Nokia E66 ein Business-Handy, das auch im privaten Bereich eine schicke Figur macht. Das Nokia E66 wurde optisch ein wenig verändert und in einigen Funktionen verbessert: Im E66 wurde ein schnellerer Prozessor verbaut und auch die Bedienung geht schneller von der Hand. Mehr Geschwindigkeit gibt es auch bei der Datenübertragung, weil dieses Gerät HSDPA unterstützt. Ebenfalls neu ist ein Lagesensor, der die Displaydarstellung an die Haltung des Geräts anpasst. Die Hauptkamera mit 3,2 Megapixel hat ein Blitzlicht bekommen und für Video-Telefonie ist eine zweite Kamera an Bord. Kopfhörer können über einen 2,5 Millimeter Audiostecker angeschlossen werden. Micro-USB ist beispielsweise für die Synchronisation mit dem Computer vorhanden. Zudem ist ein (A)-GPS-Modul integriert, um mit entsprechender Software auch mobil navigieren zu können. Weil es beim Test an diesem Gerät wenig auszusetzen gab, haben wir in der teltarif.de-Redaktion bewusst nach Unstimmigkeiten gesucht.

Nokia E66

Tasten-Symbole auf dem Slider sind schlecht zu erkennen

Das Metallgehäuse des E66 von Nokia ist gut verarbeitet und wirkt stabil. Schlecht erkennbare Symbole auf dem Slider beim Nokia E66
Bild: Nokia
Trotzdem liegt das Gerät schlechter in der Hand als das E65 und es wiegt auch ein paar Gramm mehr. Am Slider wackelt nichts und das Nokia E66 lässt sich mit einer Hand öffnen. Leider sind durch die Metalloberfläche andauernd überall Fingerabdrücke. Abgesehen davon, dass der rote Ausschaltknopf nicht zum Design des Geräts passt, ist er bei geöffnetem Slider schlecht zu bedienen, wenn darüber zwischen den Profile gewechselt werden soll. Beim Nokia E66 kann der Nutzer jetzt bestimmen, welchen Befehl das Gerät ausführen soll, wenn der Slider zugeschoben wird. Es kann ausgewählt werden, ob direkt die Tastensperre eingeschaltet werden soll oder nicht, beziehungsweise ob das Gerät nachfragen soll, ob die Tastensperre aktiviert werden.

Die Symbole auf dem Slider sind nur mit Beleuchtung zu identifizieren. Ist das Licht aus, dann sind die Symbole quasi nicht vorhanden. Eine Ausnahme bilden nur die grüne Wahltaste und die rote Auflegen-Taste.

Die Druckpunkte der Tasten an der Gehäuseseite des Geräts sind nicht so klar definiert wie bei den restlichen Tasten. Die Kontakttaste, Kalendertaste und Mitteilungstaste auf dem Slider lassen sich jeweils mit zwei anderen Programmen oder Funktionen belegen. Die eine Funktion steht dem Nutzer bei langem, die andere bei kurzem Tastendruck zur Verfügung.

Display auch bei Sonnenschein gut lesbar

Schrift und andere Inhalte werden auf dem Display scharf und gut lesbar dargestellt. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt das Display gut lesbar.

Nokia E66
Bild: Nokia
Der Lagesensor dreht die Displaydarstellung automatisch wenn das Handy quer gehalten wird. Dafür wurden einige Applikationen speziell verändert, damit die Darstellung auch im Breitbildformat gut ist. Was bei der Monatsansicht des Kalenders praktisch ist, macht bei Anwendungen wie SMS-Schreiben weniger Sinn. Der Bewegungssensor schaltete im Alltagstest manchmal zu früh auf Querformat, wenn das Gerät leicht schräg gehalten wurde.

Durch den Bewegungssensor werden eingehende Anrufe oder der Weck-Alarm auf Stumm geschaltet, indem das Gerät zum Beispiel auf dem Tisch umgedreht wird. Wie man dieses Feature deaktiviert, haben wir in unserem Test nicht heraus gefunden. Daher haben wir die Funktion als Nachteil empfunden, denn wenn man das Nokia E66 mit eingeschaltetem Sensor in der Hosentasche transportiert, könnte der Alarm oder der Klingelton durch die Bewegung unbeabsichtigt ausgeschaltet werden.

Der Kalender ist im Vergleich zum E65 übersichtlicher, im unteren Teil des Displays werden Einträge des jeweiligen Tages angezeigt. Termine und To-Do-Items werden auch auf dem Standby-Display direkt angezeigt. Akku-Leistung und Internetzugang beschreiben wir auf der folgenden Seite.

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