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Technikneuheiten von der IFA

Fernseher mit RSS-Feed, Kopfhörer für Gamer sowie weitere Highlights
Von Anja Zimmermann / Ralf Trautmann /

Handy-TV dürfte in Deutschland auch in Zukunft keine Rolle spielen - zumindest gilt das für Übertragungen, bei denen die speziell für mobiles Fernsehen entwickelten Systeme DMB und DVB-H zum Einsatz kommen. Auch auf der Internationalen Funkausstellung waren Empfangsgeräte für diese Übertragungsstandards kaum zu sehen, während das Handy-Fernsehen noch vor wenigen Jahren als große Messe-Neuheit gefeiert wurde.

Anders sieht es allerdings beim mobilen Empfang von Fernsehprogrammen aus, die im DVB-T-Standard übertragen werden. So zeigten zahlreiche Hersteller kleine DVB-T-Empfänger. LG stellte das zweite Handy mit DVB-T-Empfang vor. Details zu diesem Gerät, das wir bereits einem kurzen Test unterzogen haben, finden Sie in einer weiteren Meldung. LG zeigte auf der IFA sein zweites DVB-T-Handy
Bild: LG

Andere Hersteller zeigten dagegen noch keine Mobiltelefone, die auch im DVB-T-Standard ausgestrahlte Fernsehprogramme empfangen können. Auch ob es von GSmart, das vor der Fußball-Europameisterschaft ein Smartphone mit Fernseh-Tuner über Vodafone verkauft hatte, ein neues TV-Handy geben wird, ist noch unklar. Das zumindest war von Vodafone am Rande der IFA zu erfahren. Der Netzbetreiber zeigte sich ansonsten mit dem Absatz des ersten DVB-T-Handys von LG, dem HB620T, zufrieden.

TV-Anstalten setzen auf Mobil-Empfang und planen für HDTV

Ernst genommen wird der Fernsehempfang auf dem Handy neben den Mobilfunk-Netzbetreibern auch von den Rundfunkanstalten. Am ZDF-Stand auf der IFA hatten Interessenten die Möglichkeit, den TV-Empfang auf dem Handy-Display selbst zu testen. Außerdem wurden Portale wie die ZDF-Mediathek verstärkt auch für die Nutzung auf mobilen Endgeräten angepasst.

ARD und ZDF vernachlässigen aber naturgemäß auch den Empfang mit herkömmlichen Fernsehgeräten nicht. Dabei soll die Übertragungsqualität weiter verbessert werden. Im digitalen Fernsehen zeigte die ARD zur IFA erneut einen Showcase für Sendungen in hoher Auflösung (HDTV). Ein weiterer Testbetrieb ist zur Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin im August 2009 geplant. Zu den Olympischen Winterspielen in Vancouver im Februar 2010 wollen die öffentlich-rechtlichen Sender dann die reguläre Ausstrahlung in hoher Auflösung aufnehmen. n-tv plus bietet Zusatz-Infos am PC
Bild: n-tv

n-tv zeigt interaktives Fernsehen für Windows Media Center

Der private Nachrichtensender n-tv, der neben ARD und ZDF ebenfalls auf der IFA vertreten war, zeigte sein interaktives Programmangebot, das über einen mit Windows Vista ausgestatteten PC genutzt werden kann. Die Software für das n-tv plus genannte Feature steht auf der Homepage des Fernsehsenders zum kostenlosen Download [Link entfernt] bereit. Geboten werden Video-Clips mit weiteren Berichten, Hintergrund-Informationen, Aktiencharts und interaktives Voting. Außerdem stehen bereits ausgestrahlte Sendungen zum Abruf bereit und n-tv bietet einen individuellen Ticker für Nachrichten und Themen, die den jeweiligen Nutzer vor allem interessieren.

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