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Keine Verbindung: Handy-Netze auf der IFA stark überlastet

Technische Probleme traten beim teltarif-Test in allen vier Netzen auf
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Noch bis morgen findet auf dem Messegelände unter dem Berliner Funkturm die Internationale Funkausstellung (IFA) statt. Die Messe zieht naturgemäß auch in diesem Jahr neben Fachbesuchern auch zahlreiche Endkunden an. Klar, dass sich auch die Mobilfunk-Netzbetreiber darauf einstellen, dass über die Sendemasten rund um das Messegelände mehr als an normalen Tagen telefoniert wird.

teltarif.de testete in den letzten Tagen die Mobilfunk-Versorgung auf der Messe. Dabei fielen Probleme auf, die zum Teil auch von den Kunden, die die Dienste der Netzbetreiber nutzen wollen, selbst gelöst werden können.

Netze zum Teil stark überlastet

So waren abgehende Gespräche mit E-Plus und o2 rund um den Berliner Funkturm teilweise nicht möglich. Beim Versuch, eine Verbindung herzustellen, standen abwechselnd die Schriftzüge "Verbindungsfehler" und "Netz belegt" im Handy-Display. Eingehende Telefonate kamen ebenfalls nicht durch. Die Anrufer landeten in vielen Fällen auf der Mailbox.

Die Handys waren im UMTS-Netz der beiden kleineren deutschen Netzbetreiber eingebucht. Wenn manuell der reine GSM-Betrieb ausgewählt wurde, waren die Probleme deutlich kleiner. Nahezu alle gewünschten Verbindungen kamen zustande. Wer also noch plant, heute oder morgen die Internationale Funkausstellung zu besuchen, sollte sein Handy von vorneherein auf reinen GSM-Betrieb umstellen und auf UMTS verzichten.

WLAN-Hotspots als Alternative zum UMTS-Internet

Im T-Mobile-Netz beobachteten wir vor allem Performance-Probleme bei der mobilen Internet-Nutzung. Diese traten unter anderem auch direkt am T-Mobile-Stand auf der Messe auf. So war es teilweise nicht möglich, mit den dort vorgeführten iPhone 3G im Internet zu surfen.

In einigen T-Mobile-Tarifen - unter anderem auch in drei der vier iPhone-Tarife und bei den älteren Daten-Optionen der Telekom-Mobilfunktochter - ist die WLAN-Nutzung an den Telekom-Hotspots inklusive oder die Kunden bekommen zumindest Freistunden zum Surfen am Hotspot. Auf dem Berliner Messegelände sind zahlreiche WLAN-Zugangspunkte des Bonner Telekommunikationsunternehmens zu finden. Wer seine Hotspot-Zugangsdaten zur Hand hat, kann somit jederzeit von UMTS auf WLAN ausweichen, um das mobile Internet zu nutzen.

Die Performance der WLAN-Zugänge war bei unseren Tests sehr gut. Lediglich hin und wieder stockte für wenige Sekunden der Datendurchsatz. Das fiel beim Surfen, Chatten und beim Versand und Empfang von E-Mails kaum auf. Lediglich VPN-Verbindungen wurden unterbrochen und mussten manuell wiederhergestellt werden.

Im Vodafone-Netz kamen sowohl Telefonate, als auch SMS-Mitteilungen teilweise nicht durch. Kurzmitteilungen wurden zum Teil stark zeitverzögert zugestellt, Anrufer landeten auf der Mailbox.

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