Vergleich

Das DSL-Komplettpaket FreeDSL von GMX im Preisvergleich

Den Einstiegspreis unterbietet zurzeit die Tarife anderer DSL-Anbieter
Von Björn Brodersen

Auch die DSL-Anbieter setzen jetzt nach eigenen Angaben auf "billig". Zwar ist der Spielraum für Preissenkungen sehr begrenzt, da auf dem deutschen DSL-Markt schon seit Jahren ein harter Preiskampf tobt. Die United-Internet-Tochter GMX hat jedoch mit FreeDSL eine neue Messlatte gesetzt: Für 16,37 Euro im Monat erhalten Kunden einen DSL-2000-Anschluss mit Surf-Flatrate. Weitere 4,99 bzw. 7,99 Euro fallen pro Monat an, wenn der Kunde eine höhere Bandbreite von bis zu 6 MBit/s bzw. 16 MBit/s wählt. Wer noch eine Flatrate für Gespräche über die Breitband-Leitung ins deutsche Festnetz hinzubestellt, zahlt einen nochmal monatlichen Aufpreis von 4,99 Euro, genießt aber gleichzeitig für die Dauer der Mindestvertragslaufzeit Rabatt bei den Bandbreiten-Optionen. Je nach Wohnort können noch 5 Euro sogenannter Regio-Zuschlag hinzukommen. Wir haben nachgerechnet, wie das Angebot mit dem günstigen Einstiegspreis im Preisvergleich mit anderen günstigen DSL-Angeboten, für die kein herkömmlicher Festnetz-Telefonanschluss notwendig ist, abschneidet.

Monatliche Grundkosten und einmalige Bereitstellungsentgelte

Bei der GMX-Schwester 1&1 ist der DSL-Einstieg erst ab 19,99 Euro pro Monat möglich, ebenso bei der Telekom-Billigtochter congstar. In beiden Fällen erhält der Kunde auch hier einen DSL-2000-Anschluss samt Surf-Flatrate. Besonderheit bei congstar und GMX: Wie bei der freenet-Tochter Strato zahlen die Kunden unter Umständen einen wohnortabhängigen Regio-Zuschlag von knapp 5 Euro pro Monat. 1&1 gewährt dagegen Neukunden bei einer Bandbreite von bis zu 6 MBit/s ein Startguthaben von 50 Euro, bei 16 MBit/s sind es 100 Euro. Etwas günstiger als bei GMX ist ein DSL-Komplettpaket von Lidl: Hier kostet ein DSL-1000-Anschluss mit Surf-Flatrate 16,99 Euro pro Monat.

Bei den schnelleren DSL-Anschlussklassen von 1&1 und Lidl ist jeweils zusätzlich eine Telefon-Flatrate für Gespräche ins deutsche Festnetz enthalten, bei Strato im 24,95 Euro pro Monat teuren Paketangebot DSL3+ sogar in jedem Fall. Kunden von congstar und GMX müssen die bei Bedarf selbst hinzubuchen. Vorteil der Flatrate-Einzelbestellungen: Wer auf die Telefon-Pauschale verzichten kann, kann so bei den Grundkosten für das DSL-Flatrate-Paket sparen. Wer allerdings eine Doppel-Flatrate fürs Internetsurfen und Telefonieren sucht, zahlt bei congstar mit 37,97 Euro oder 39,97 Euro den höchsten monatlichen Grundpreis. Nur GMX ist ohne Regio-Zuschlag dann immer noch günstiger als die Konkurrenz. Der Doppel-Flatrate-Kunde zahlt hier je nach Bandbreite 21,36 Euro (DSL 2000 und DSL 6000) oder 24,35 Euro pro Monat im Ausbaugebiet.

In der Regel muss der Kunde bei den genannten DSL-only-Anbietern eine 24-monatige Mindestvertragslaufzeit eingehen. Nur congstar bietet seinen Neukunden die Möglichkeit, zwischen ein- und 24-monatiger Mindestvertragslaufzeit zu wählen. Wer sich für die längere Mindestlaufzeit des DSL-Vertrags entscheidet, spart die 189 Euro für die Bereitstellung des DSL-Anschlusses sowie für das DSL-VoIP-Modem von congstar. Für GMX Free DSL wird ebenfalls kein Bereitstellungspreis erhoben, wenn der Neukunde zuvor zumindest einen Telefonanschluss genutzt hat. Für den bei Neuanschaltungen eines Anschlusses notwendigen Technikereinsatz berechnet GMX einmalig 59,90 Euro.

Weitere Kosten für DSL-Hardware

Bei der Hardware gilt: Wer sich für eine 24-monatige Mindestvertragslaufzeit entscheidet, zahlt bei den Providern in unserem Preisvergleich lediglich den Versandkostenpreis von jeweils knapp 10 Euro. Nur für Lidl Komplett kostet der VoIP-fähige WLAN-Router einmalig 29,99 Euro. Die monatlichen Grundkosten, die einmaligen Bereitstellungsentgelte sowie die Hardware-Kaufpreise sehen Sie auf der folgenden Seite in einer übersichtlichen Tabelle zusammengestellt.

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