der kleine Unterschied

Jenseits der großen Marken: Die "anderen" Mobilfunk-Discounter

Auch in der 2. Reihe gibt es interessante Angebote für bestimmte Zielgruppen
Von Marie-Anne Winter
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Seit sich die Mobilfunk-Discounter im deutschen Mobilfunk-Markt etabliert haben, ist das Telefonieren mit dem Handy deutlich günstiger geworden. Doch bei aller Einfachheit dieser Prepaid-Angebote ohne Grundkosten oder Mindestlaufzeit, die günstige Minutenpreise rund um die Uhr und in alle Netze bieten, ist auch hier die Wahl schon nicht mehr so einfach wie zu Zeiten, in denen es nur die Prepaid-Karte von Tchibo und dann das Angebot von simyo gab. Mittlerweile buhlen eine Vielzahl von Mobilfunk-Discountern um die Aufmerksamkeit der Kunden. Auf den ersten Blick sind sich diese Angebote ziemlich ähnlich, doch im Detail gibt es den einen oder anderen Unterschied, der die Kaufentscheidung beeinflussen kann - wenn man ihn denn kennt.

Auf unserer Infoseite zu den Prepaid-Discountern stellen wir die Angebote der wichtigsten Discounter im Detail vor. Weil es aber jenseits der bekannten Marken noch weitere Angebote gibt, die für den einen oder anderen vielleicht interessant sein könnten, haben wir in dieser Übersicht einmal die "Discounter der 2. Reihe" genauer angesehen. Die Unterscheidung zwischen Anbietern der 1. und 2. Reihe ist nicht immer eindeutig, ganz klar zählen die Vorreiter im Prepaid-Discount-Markt, Tchibo und simyo zu den Anbietern der 1. Reihe, auch wenn Tchibo bei den Minutenpreisen nicht mehr ganz vorn dabei ist. Auch nach Kundenzahlen gehören diese beiden Anbieter zu den großen im Markt. Es ist extrem schwierig, an aktuelle Kunden-Zahlen zu kommen, aber Tchibo verzeichnete schon vor einem Jahr über eine Million Mobilfunk-Kunden bzw. registrierte SIM-Karten; simyo lag knapp darunter.

Das Wettrennen der Spätzünder

Im vergangenen Jahr sei die Entwicklung bei simyo sehr erfreulich verlaufen, wie uns der Anbieter auf Nachfrage mitteilte, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Der Markteintritt der neuen Discounter congstar und Fonic habe sich durch die ständige Präsenz des Themas Mobilfunk-Discount in den Medien auch für die "alten Hasen" wie simyo durchaus positiv ausgewirkt. Zu den "alten Hasen" gehören auch Blau, simply, klarmobil oder callmobile, die meisten Kunden dürfte allerdings Aldi Talk haben - bei dem Mobilfunk-Angebot des Lebensmitteldiscounters Aldi wurden im September 2007 bereits 2,7 Millionen SIM-Karten gezählt.

Auch die Spätstarter congstar (T-Mobile) und Fonic (o2), die erst im vergangenen Jahr begleitet von millionenschweren Medienkampagnen in den Markt gedrückt wurden, haben sich mittlerweile an anderen Anbietern vorbei in die erste Riege geschoben. Congstar meldete im Februar 2008 bereits eine halbe Million Kunden, allerdings zählen hier auch DSL-Internet-Kunden dazu, und Fonic verzeichnete binnen der ersten 100 Tagen am Markt bereits 100 000 verkaufte Startpakete. Noch fulminanter legte wenig später BILD mobil (Vodafone) los, hier wurden binnen zwei Wochen nach Markteinführung 100 000 Startersets verkauft.

Allerdings ist davon auszugehen, dass sich diese anfänglichen Wachstums-Explosionen bereits nach kurzer Zeit stark abschwächen und sich erst im Laufe der Zeit zeigt, wie intensiv diese Angebote tatsächlich genutzt werden. Gerade im Telekommunikationsbereich spielt auch die persönliche Empfehlung eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Wahl eines neuen Anbieters. Und nicht zuletzt gibt es, wie eingangs schon gesagt, auch Anbieter, die mit weniger Tamtam auftreten, die aber für bestimmte Zielgruppen durchaus interessant sein können. Diese stellen wir Ihnen auf den nächsten beiden Seiten vor.

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