Handygames

Im Test: Spiele-Downloads mit Discounter-Karten

Viele Probleme - Game-Abruf mit vistream-Karte quasi unmöglich
Von Marc Kessler
AAA
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Am Donnerstag startet die siebte Games Convention [Link entfernt] , kurz: GC, in Leipzig. Europas größte Messe für Computer- und Videospiele öffnet bis zum 23. August ihre Pforten. Auch in diesem Jahr erwarten die Veranstalter - nach 185 000 Besuchern im Vorjahr - einen neuen Besucherrekord.

Auch viele Handy-Besitzer vertreiben sich ihre Zeit gerne mit Spielen. Die sind heute technisch hoch entwickelt und kommen mit hochauflösender Grafik und netten Soundeffekten daher. Für die gängigsten und halbwegs aktuellen Handys gibt es eine ganze Palette an Spielen aus Bereichen wie "Fun&TV", "Action", "Shooter" oder "Quiz".

Auf dem Markt der Handygames tummelt sich heute eine schier unüberschaubare Zahl von Anbietern, die ihre Spiele per Abonnement oder Einzelabruf zum Download bereitstellen. Platzhirsch Jamba bietet seine Angebote nicht nur auf der eigenen Website, sondern zum Beispiel auch auf viva.tv an.

teltarif.de hat in einer Stichprobe fünf Handyspiele-Anbieter getestet. Dabei kamen zwei verschiedene Handys (Nokia N95 und E66) sowie zwei SIM-Karten (simyo im E-Plus-Netz und 01051 Mobile im vistream-Netz) zum Einsatz. Die simyo-Karte bildete dabei die Notlösung, wenn mit der vistream-Karte der Abruf nicht gelang. Reguläre Mobilfunkkarten der Netzbetreiber wurden nicht getestet, da Discounter immer stärker im Kommen sind und gleichzeitig eine gute Möglichkeit zur Kostenkontrolle bieten. Getestet wurden die Anbieter handy.de [Link entfernt] , Jamba (technischer Anbieter bei VIVA und auf Jamba selbst), handydownloads.net sowie wildfone.de [Link entfernt] .

vistream macht Probleme

Die Anbieter nutzen zum Abruf der Inhalte den sogenannten WAP-Push, indem sie einen Download-Link an das entsprechende Endgerät senden. Erstaunlicherweise zeigten sich in unserem Test viele technische Probleme - nur ein Mal gelang der Download auf Anhieb. Viele Probleme macht den Spiele-Anbietern offenbar vistream, obwohl der Anbieter seit immerhin fast drei Jahren auf dem Markt ist. In unserem Test kam schon die bei Jamba obligatorische Passwort-SMS trotz mehrfacher Versuche nicht an. Mit der simyo-Karte funktionierte der Dienst aber problemlos. So gelang uns der einzige problemlose Download.

Bei handy.de wurde uns der Download-Link zwar auf die vistream-Karte gesandt, der Link führte aber auf den Bezahlservice für o2-Kunden. Wie dieses interessante Verhalten zustande kommt, konnte uns die Hotline von handy.de auch nicht erklären. Immerhin sandte man uns einen Alternativlink, mit dem der Download dann funktionierte.

VIVA: Preisangabe erst nach Registrierung

Kritisch zu würdigen ist die fehlende Preisangabe der Angebote bei VIVA. VIVA.tv mit fehlender Preisangabe Während auf der Jamba-Website bei Aufruf eines entsprechenden Spiels sofort auf den Preis hingewiesen wird, bleibt der Betrag bei VIVA völlig unklar. Erst nach Anmeldung und Zusenden eines Passworts erfährt der Spielefreund den Preis für Abo und Einzelabruf. Zwar handhabt handy.de seine Preisangabe-Politik auch nicht anders, dennoch zeigen die anderen Anbieter, dass eine Preisauszeichnung vor einer etwaigen - wenn auch noch kostenfreien - Registrierung erfolgen kann.

Sehr schwierig zu finden ist auf der Jamba-Website auch die Möglichkeit des Einzelabrufs. Wer hier nicht aufpasst, erhält nur das Abo zu 4,99 Euro pro Woche zur Auwahl. Nur wer auf "Andere Bezugsmöglichkeiten" klickt, kann sein Spiel per einmaligem Entgelt erwerben.

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