Planung

WDR denkt über kostenpflichtiges Videoportal nach

Verwertung der Inhalte soll CD- und DVD-Vertrieb ergänzen
Von Thorsten Neuhetzki

Nach einem Bericht des Branchenblatts Horizont denkt der WDR darüber nach, seine selbstproduzierten Programminhalte zum Aufbau eines Videoportals zu nutzen. Damit ist jedoch nicht ein Portal im Mediatheken-Stil gemeint, sondern ein kostenpflichtiges Video-on-Demand-Portal. Hier sollen die Sendungen nach dem Ablauf der Nutzungsdauer in den Mediatheken eingestellt werden.

Der Geschäftsführer der WDR Mediagroup, Michael Loeb, sagte gegenüber Horizont, er würde entsprechende Inhalte "gerne mit starken Partnern wie Studio Hamburg oder der Bavaria mit einem Portal kommerziell nutzen". Er wolle das, was rechtlich möglich ist, auch ausschöpfen. Letztlich gebe es keinen Unterschied, ob man Inhalte auf CD oder DVD bzw. per Internet vertreibe.

Derzeit sind einige der vom WDR produzierten oder in Auftrag gegebenen Sendungen über eine Web-TV-Seite des WDR sowie über die ARD Mediathek abrufbar. Ferner hat der WDR eine regionale Mediathek, die Beiträge aus den einzelnen Lokalstudios des WDR bereithält.