Beschränkung

Vodafone untersagt Instant Messaging bei UMTS-Flatrate

Außerdem Performance-Drosselung jetzt schon ab 5 GB Volumen im Monat
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T-Mobile machte den Anfang und kündigte für den 1. August eine neue mobile Internet-Flatrate für 39,95 Euro im Monat an, die für die Nutzung am Notebook gedacht ist. Zwar handelt es sich dabei um eine echte Flatrate ohne Kostenfallen. Allerdings begrenzt die Telekom-Mobilfunktochter die Performance bei einem Datenverbrauch ab 5 GB im Monat auf das Niveau eines ISDN-Kanals. Aus dem mobilen Daten-Highway wird so ein holpriger Pfad, der vielleicht noch zum Surfen auf Seiten ohne viel Grafik und zum Mailen ausreicht.

Auch für Instant Messaging würde die eingeschränkte Performance noch ausreichen. Doch genau diesen Dienst untersagt T-Mobile seinen Kunden. Bislang wollte das Unternehmen wohl vor allem die Einnahmen beim Austausch von SMS-Mitteilungen sichern, jetzt hat T-Mobile den Start eines eigenen Messengers angekündigt. Preise für dieses Angebot stehen noch nicht fest, aber zumindest bekommen die Kunden Instant Messaging nicht bereits im Rahmen ihrer bezahlten Flatrate, sondern sie werden zusätzlich zur Kasse gebeten.

Nun hat Vodafone heimlich, still und leise nachgezogen. War T-Mobile bislang der einzige Messaging-Verweigerer unter den deutschen Mobilfunk-Netzbetreibern, so hat nun auch der Düsseldorfer Betreiber eine entsprechende Klausel in seine Tarifbestimmungen zur Mobile Connect Flat und Mobile Connect Flat Plus aufgenommen. Vodafone bietet bereits einen eigenen Messenger an. Mit diesem können die Kunden allerdings nur untereinander Textbotschaften austauschen, während das T-Mobile-Angebot auch die Nutzung von ICQ, AOL Instant Messenger, Windows Live Messenger und Yahoo! Messenger vorsieht.

Messaging, VoIP und Peer-to-Peer verboten

Neben dem Messaging hat Vodafone auch gleich Peer-to-Peer-Verbindungen und - wie alle deutschen Netzbetreiber - die Nutzung der Internet-Telefonie ausgeschlossen. Der Ausschluss von Peer-to-Peer ist insofern nachvollziehbar, als hier große Datenmengen übertragen werden, die am Aufenthaltsort eines Kunden, der solche Dienste nutzt, durchaus zu Beeinträchtigung der Netzqualität führen kann.

Große Datenmengen dürfen Vodafone-Kunden allerdings ohnehin nicht mehr übertragen. Wie T-Mobile hat nun auch der zweitgrößte deutsche Mobilfunk-Netzbetreiber die Grenze, ab der die Übertragungsgeschwindigkeit reduziert wird, von 10 auf 5 GB reduziert. Dafür können die Kunden nach Erreichen dieses Grenzwertes für den Rest des Monats nun mit 64 kBit/s online gehen. Bislang waren es nur 53 kBit/s.

Noch vor wenigen Wochen, zum Zeitpunkt der Ankündigung dieser Verschlechterung, beim Haupt-Mitbewerber ging die Vodafone-Pressestelle davon aus, dass man bei den eigenen Tarifen keine Änderungen vornimmt. Würzburg wurde als erste komplett mit einer Performance von 7,2 MBit/s versorgte Stadt präsentiert - verbunden mit der Ankündigung, dass HSDPA noch in diesem Jahr bis zu 14,4 MBit/s liefern werde.

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