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Google Android und T-Mobile USA wollen AppStore nachahmen

Apple vermeldet 60 Millionen Downloads im iPhone-AppStore
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Am 11. Juli - also vor genau einem Monat - ging der AppStore von Apple online. Über diese zentrale Vermarktungsplattform sind seitdem die offiziell von Apple freigegebenen Applikationen für das iPhone, das iPhone 3G und den iPod touch zu bekommen. 60 Millionen Downloads gab es im ersten Monat. Das erklärte Apple-Chef Steve Jobs in einem Interview mit dem Wall Street Journal (WSJ).

Damit ist die Öffnung des iPhone und des iPod touch für Fremd-Software definitiv ein Erfolg. Indirekt bestätigte Jobs auch die Möglichkeit, unerwünschte Software nachträglich von einem iPhone zu entfernen. Er äußerte jedoch die Hoffnung, dass es nie zu einem solchen Fall kommen werde.

AppStore künftig auch bei Google und T-Mobile USA?

Auch für andere Handy-Plattformen wird inzwischen über die Einrichtung eines AppStore nachgedacht. So soll es eine derartige zentrale Einkaufsmöglichkeit für Software auch für das von Google geplante Android-Betriebssystem gegeben und auch der amerikanische T-Mobile-Ableger denkt nach den Erfolgszahlen von Apple über die Einrichtung eines AppStore für seine Handys nach.

Während sich Apple und Google bei den Angeboten auf jeweils ein Betriebssystem konzentrieren können, müsste ein zentraler Software-Shop bei T-Mobile USA verschiedene Plattformen abdecken. Der AppStore müsste für verschiedene Handys und Betriebssysteme wie Symbian, Windows Mobile und Blackberry angepasst werden.

Wie Apple beim iPhone und beim iPod touch will auch T-Mobile in den USA die Abrechnung für die vom Kunden gekaufte Software übernehmen. Im Gegenzug würde der Mobilfunk-Konzern einen gewissen Prozentsatz der so erzielten Einnahmen für sich beanspruchen. Apple hat nach eigenen Angaben mit dem AppStore bislang rund eine Million Dollar Umsatz pro Tag gemacht. Umgerechnet sind das rund 666 000 Euro.

Auch Nokia-Smartphones haben einen Software-Shop an Bord

Ganz neu ist die AppStore-Idee nicht. In den Menüs der neueren Symbian-Smartphones von Nokia befindet sich ein Punkt namens "Laden". Hier sind - wie im AppStore von Apple - sowohl vom Handy-Hersteller programmierte, als auch von externen Firmen angebotene Applikationen zu finden. Diese sind zum Teil kostenlos, andere Programme werden dagegen nur gegen Entgelt angeboten.

Im Gegensatz zum iPhone und iPod touch haben Nokia-Kunden allerdings auch die Möglichkeit, sich unabhängig von diesem Distributionsweg ganz offiziell Fremd-Software für ihre Handhelds zu besorgen. Bei den Apple-Geräten ist das nur nach einem Jailbreak möglich. Damit riskieren die Kunden jedoch den Verlust der Hersteller-Garantie.

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