0180-Regulierung

Next-ID Chef kritisiert geplante 0180-Regulierung

Selbst 28 Cent pro Minute seien noch zuviel
Von Marc Kessler
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Renatus Zilles, Vorsitzender der Geschäftsführung des Bonner Mehrwertdiensteanbieters NEXT ID und Präsidiumsmitglied des Verbandes alternativer Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), hat sich gegen die bisher geplante Regulierung von Handy-Anrufen auf 0180-Nummern ausgesprochen. Zilles kritisiert vor allem, dass die Mobilfunkanbieter ihre Gebühren vollkommen frei bestimmen könnten - ganz im Gegensatz zum Festnetz, dessen Preise für Sonderrufnummern durch die Bundesnetzagentur reguliert sind. Zilles: "Wir würden uns wünschen, dass hier mit gleichem Maß gemessen würde und sich die Bundesnetzagentur dem Thema Mobilfunk stärker widmen würde."

Wie berichtet, will das Bundeswirtschaftsministerium die Gesprächskosten vom Handy auf 0180-Nummern von derzeit bis zu 87 Cent pro Minute auf maximal 28 Cent pro Minute oder 40 Cent pro Anruf begrenzen. Im Festnetz sind schon heute maximal 14 Cent pro Minute bzw. 20 Cent pro Anruf zulässig.

Zilles kritisiert, dass selbst 28 Cent pro Minute noch immer deutlich überhöht seien. "Wir kommen bei wohlwollender Berechnung ungefähr auf 22 Cent. Da sind immer noch Terminierungsentgelte von 8 bis 9 Cent enthalten." Anders funktioniere die Abrechnung etwa in Österreich: Dort gelten gundsätzlich die gleichen Preise für Anrufe aus Festnetz und Mobilfunk. "Das heißt, beim österreichischen Modell bekommt der Endverbraucher eine klare Preisansage und weiß, was auf ihn zukommt, egal ob er vom Festnetz oder dem Handy anruft", so Zilles.

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