Gesetzentwurf

Handy-Anrufe zu 0180-Nummern sollen billiger werden

Bundesregierung will nicht mehr als 28 Cent pro Minute oder 40 Cent pro Anruf
Von ddp / Marie-Anne Winter
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Die Bundesregierung will Telefonkunden besser schützen und Anrufe bei 0180-Nummern transparenter und billiger machen. Das geht aus einem Entwurf [Link entfernt] des Bundeswirtschaftsministeriums zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes hervor, der heute im Kabinett beschlossen wurde. Demnach sollen die Preise für Anrufe bei 0180-Nummern aus den Mobilfunknetzen gedeckelt werden. Künftig dürfen sie dem Gesetzentwurf zufolge nicht mehr als 28 Cent pro Minute oder 40 Cent pro Anruf betragen; derzeit schwanken die Kosten nach Ministeriumsangaben zwischen 69 und 87 Cent pro Minute. Für Telefonate mit 0180-Nummern aus den Festnetzen dürfen die Anbieter schon heute höchstens 14 Cent pro Minute oder 20 Cent pro Anruf verlangen.

Den Plänen zufolge sollen außerdem Unternehmen und Behörden, die eine 0180-Nummer nutzen, künftig die Kosten für Anrufe sowohl aus dem Festnetz als auch aus Mobilfunknetzen angeben müssen. Bisher wisse der Handy-Nutzer häufig nicht, was ihn ein Telefonat über eine 0180-Nummer koste, da nur auf den Preis für Anrufe aus den Festnetzen und die Möglichkeit abweichender Tarife der Handy-Netze hingewiesen werden müsse, heißt es in der Begründung des Gesetzentwurfes.

Der Entwurf zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes soll am 19. September im Bundesrat beraten und dann im Oktober in den Bundestag eingebracht werden. Weitere Informationen zu den geplanten Gesetzesänderungen finden Sie in unserem Editorial und in einer weiteren Meldung. Eine komplette Übersicht über die deutschen Sonderrufnummern finden Sie auf unseren Info-Seiten.

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