Jahresbilanz

Kabel Deutschland will eigenes Netz weiter ausbauen

Eine halbe Million Kunden nutzen Internet und Telefon per Kabel
Von Thorsten Neuhetzki
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Kabel Deutschland (KDG) sieht sich auf einem gute Kurs. Doch trotz eines "Rekord-Ergebnisses" erwirtschaften die Unterföhringer weiterhin einen Verlust. Wie das Unternehmen heute im Rahmen der Bekanntgabe seiner Jahresbilanz bekannt gab, können aktuell 500 000 Kunden gezählt werden, die die Internet- und Telefon-Dienstleistungen per Kabel nutzen.

Bis zum Endes des nun laufenden Geschäftsjahres Ende März 2009 hat Kabel Deutschland eine Triple-Play-Kundenstamm von 750 000 angepeilt. Im vergangenen Jahr zählte das Unternehmen noch 190 000 Kunden für diese Produktschiene - ein Zuwachs von 310 000 Kunden binnen etwa 15 Monaten. Rund 80 Prozent der KDG-Neukunden entschließen sich, sowohl ihren Internet- als auch den Telefonanschluss über Kabel Deutschland zu buchen.

Zahl der vermarktbaren Haushalte soll weiter steigen

Am 31. März diesen Jahres waren nach Unternehmensangaben mehr als 70 Prozent der anschließbaren Haushalte rückkanalfähig aufgerüstet. Die Zahl der vermarktbaren Haushalte belief sich zum gleichen Zeitpunkt auf 6,6 Millionen, die sich nach einer Prognose des Kabel-Anbieters auf 8 bis 9 Millionen Haushalte bis zum Geschäftsjahresende 2008/2009 erhöhen wird.

Der Umsatz von Kabel Deutschland stieg im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 Prozent auf 1,197 Milliarden Euro (1,093 Milliarden Euro im Vorjahr). Die Ausweitung der Kundenbasis bei den Premium-Produkten mit höherem durchschnittlichen Erlös pro Kunden (ARPU) führte zu einem von KDG als "Rekord-Ergebnis" bezeichneten EBITDA von 457,8 Millionen Euro, ein Plus von 19,7 Prozent (382,5 Millionen Euro). Das Netto-Ergebnis für das Geschäftsjahr 2007/2008 verbesserte sich von minus 99,3 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 33,8 Millionen Euro. Das Unternehmen schreibt also weiterhin rote Zahlen.

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