Vergleich

Firefox, Opera und Safari: Aktuelle Internet-Browser im Vergleich

Die Mehrheit nutzt den Internet Explorer - es gibt aber bessere Browser
Von Sebastian Friedrich
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Ursprünglich nur zum Darstellen von HTML-Dokumenten gedacht, stehen Internet-Browser heute vor viel größeren Aufgaben: Videocontent und Livestreams bringen bewegte Bilder übers Internet auf den Computermonitor, Online-Anwendungen wie etwa Google Text & Tabellen machen aus einem Internet-Browser ein fast vollwertiges Office-Paket und ein RSS-Feed der Lieblingsseite informiert automatisch über neue Einträge.

Der Internet-Browser ist zu der zentralen Anwendung auf dem heimischen PC geworden. Dabei haben User die Qual der Wahl, vor allem vier aktuelle Browser buhlen um die Gunst der Internetuser: Internet Explorer und Firefox mit den größten Marktanteilen sowie Opera und Apples Safari als die Underdogs. Dabei sagt die Verbreitung nichts über die Qualitäten eines Browsers aus. Wir zeigen Ihnen, was die Stärken und die Schwächen der einzelnen Browser sind.

Firefox 3: Überzeugende Funktionen und viele Add-ons

Mozilla Firefox Der Senkrechtstarter der Internet-Browser, der Mozilla Firefox, erfreut sich immer größerer Beliebtheit und das zu Recht: Denn kein anderer Browser bietet Usern mehr als 5 000 Add-ons für alle Lebenslagen, einen hohen Sicherheitsstandard und schnelle Performance, gepaart mit dem guten Gefühl, eine Open-Source-Software zu nutzen. Die aktuelle Version Firefox 3, die wir bereits näher vorgestellt haben, überzeugt in vielen Bereichen: Firefox 3 ist komfortabler, schneller und sicherer als die Vorgängerversion.

So lassen sich "unsortierte Lesezeichen" mit nur einem Klick auf den blauen Stern im Adressfeld erstellen, durch die Eingabe von Schlagwörtern erleichtern sich User das Auffinden gesetzter Lesezeichen. Eingegebene Schlagwörter in der Adressleiste durchsuchen dabei nicht nur die Bookmarks nach Ergebnissen, sondern auch die Chronik aller besuchten Seiten. Kleines Detail mit großer Wirkung: Die Markierungsfunktion innerhalb von Webseiten wurde verbessert. Mit gedrückter STRG-Taste können nicht zusammenhängende Textpassagen und Bilder markiert werden. Installierte Add-ons werden automatisch überprüft, ältere nicht kompatible Erweiterungen und unsichere Versionen dabei deaktiviert.

Besonderen Wert haben die Firefox-Entwickler auf die Sicherheit gelegt: User erkennen mit einem Blick auf die linke Seite der Adressleiste, ob der Seitenbetreiber alle Sicherheitsinformationen hinterlegt hat und eine gesicherte Verbindung zur Webseite besteht. Firefox warnt zudem vor dem Besuch gefährlicher Webseiten, über welche etwa Schadsoftware vertrieben oder Daten-Phishing betrieben wird. Hierbei vergleicht der Browser eingegebene Internetadressen mit Blacklists dubioser Seitenbetreiber. Unser Eindruck: Der Firefox 3 überzeugt in allen Belangen und sollte auf keinem Computer fehlen. Durch die große Auswahl an Add-ons lässt sich der Browser nah an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Opera 9.5: Ein echter Geheimtipp

Opera Die wenigsten User werden bislang Erfahrung mit dem norwegischen Internet-Browser Opera aufweisen können. Dabei ist Opera in der neusten Version 9.5 ein echter Geheimtipp und bietet bereits ohne Add-ons oder Plug-ins zahlreiche sinnvolle Funktionen: Mit der Funktion "Opera Link" etwa synchronisiert der Browser Lesezeichen über das Internet mit anderen Opera-Installationen. Der Text von besuchten Webseiten wird durch die Funktion "Quick Find" von Opera indiziert, was ein schnelles Wiederfinden durch Schlagwortsuche besuchter Webseiten vereinfacht.

Besonders praktisch für Nutzer des Asus EeePC oder anderer Netbooks: Mit der Funktion "Zoom" und "An Breite anpassen" können vertikale und horizontale Scrollbalken vermieden werden, da Opera Internetseiten auf Fenstergröße skaliert. Die Stärke beim Webseiten-Rendern kommt Opera-Usern auch bei geöffneten Tabs zugute, da eine Miniaturansicht aller geöffneten Webseiten hilft, die Übersicht zu bewahren. Ein besonderes Gimmick bietet der norwegische Browser mit so genannten Widgets, die mit dem Dashboard von Mac OS X oder den Yahoo! Widgets vergleichbar sind. Mit der standardmäßigen Integration eines Mail-Client steht Opera in diesem Vergleich alleine da, erinnert aber angenehm an die goldenen Zeiten des Browser-Urgesteins Netscape.

Die integrierte Steuerung durch Mausgesten überzeugt allerdings nicht im Praxistest von teltarif.de: Wer eine Maus mit mehr als zwei Knöpfen sein eigen nennt oder gleichzeitig die Tastatur nutzt, spart durch die Gestensteuerung keine Zeit beim Navigieren. Dennoch: Es lohnt sich, Opera in der Version 9.5 herunterzuladen und auszuprobieren.

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