Streicheleinheiten

Neonode N2: Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht

Das Touchscreen-Handy übersteht den Alltagstest der teltarif-Redaktion
Von Stefanie Frevert-Schönherr / Anja Zimmermann
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Das Wort "kompakt" ist die treffende Beschreibung für das Neonode N2. In der Verpackung, die kleiner als ein BigMac-Karton ist, findet neben dem Gerät selbst das Ladegerät, ein USB-Kabel, ein Kopfhörer mit Adapter und Headset-Anschluss, eine Speicherkarte sowie eine Stofftasche und eine Kurzanleitung Platz. Online findet der Nutzer eine ausführliche Betriebsanleitung, die einige Tricks und Kniffe der doch gewöhnungsbedürftigen Steuerung erläutert. Zur ersten Inbetriebnahme reicht sicherlich die Kurzanleitung.


Bild: Neonode
Das Öffnen des kleinen Geräts bedarf ein paar bruchsicheren Fingernägeln, da ein kleiner strammer Riegel an der oberen Kante des Handys zur Seite gedrückt werden muss. Die von außen gummierte Rückwand hat den 820 mAh starken Akku fest eingeklebt. In der Oberschale finden sich die Einschubmöglichkeiten für die SIM-Karte und die miniSD-Karte. Die Speicherkarte muss immer eingelegt sein, da sich darauf ein großer Teil des Betriebssystems befindet. An und für sich könnten in das N2 auch andere Speicherkarten mit bis zu 32 GB eingelegt werden, doch muss dann vorher das Betriebssystem darauf kopiert werden.

Es klappert oder wackelt nichts

Das nahezu rechteckige Gehäuse des Geräts mit den abgerundeten Ecken ist gut verarbeitet. An der unteren Seite des Neonode N2 wurden zwei Aussparungen in das Gehäuse geschnitten, die keine bestimmte Funktion zu haben scheinen. Vielleicht will der Designer hier dem Nutzer die Möglichkeit geben ein Band durchzuziehen, um das Gerät wie an einer Kette um den Hals zu tragen. Da es fast keine beweglichen Teile gibt, kann auch nichts wackeln und klappern. Die gummierte Rückseite und Umrandung des Streichholzschachtel-kleinen Gerätes erhöht den Eindruck, dass es auch einmal einen Sturz oder unsanften Schlag aushält.
Bild: Neonode
Schaut man von oben auf das Gerät, sticht der silberfarbene Neonode-Joystick hervor. An der linken Seite befindet sich der Ein-/Aus-Knopf. Darüber ist ein langer Wipp-Schalter für die Lautstärke-Regelung. Der bereits erwähnte Schiebe-Schalter sichert den Akku-Deckel. Ist dieser Schiebe-Schalter nicht geschlossen, passt auch kein Stecker, zum Beispiel der des Ladegerätes oder für den Kopfhörer, in den Mini-USB-Anschluss.

Zum Anschalten muss man den Startknopf an der Seite des Geräts gut zwei Sekunden fest drücken. Dann werden die Anwendungen gemächlich hochgefahren. Wenn die SIM-Karte des Nutzers einen PIN-Code verlangt, muss dieser jetzt eingegeben werden. Das Gerät funktioniert auch ohne SIM-Karte, allerdings können dann selbstverständlich die Telefon-, Internet- und SMS-Funktionen nicht genutzt werden. Jede Eingabe auf dem Touchscreen wird mit einer Vibration bestätigt. Die Intensität kann nach Belieben eingestellt werden. Wer sich mit dem Gerät noch nicht weiter beschäftigt hat, sucht nach der PIN-Eingabe den Enter-Knopf. Der "Joystick" lässt sich zwar leicht eindrücken, hat aber nicht die Funktion, eine Auswahl zu bestätigen. Mit ihm kann der Nutzer ausschließlich innerhalb eines Menüpunktes nach links und rechts sowie hoch und runter navigieren. Um eine Eingabe zu bestätigen, muss ein sogenannter „Sweep“ im unteren Drittel des Displays ausgeführt werden. Das heißt, der Nutzer wischt mit dem Finger im Display leicht von links nach rechts. Leider führt das Sweepen dazu, dass das Display mit Fingerabdrücken verschmiert, und dadurch die Leserlichkeit vor allem im Freien beeinträchtigt wird.

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